ERP & HR Solutions

Transparenz an allen Standorten nutzen

Um Prozesse zu optimieren und Daten schneller zu nutzen, erneuern global aufgestellte Zulieferer ihre ERP-Systeme.

23.02.2016
ERP Systeme Ernst

"Nahezu in jedem Fahrzeug finden sich Ernst-Komponenten", wirbt der Zulieferer aus Zusenhofen bei Oberkirch. Und das ist weltweit gemeint. Für die globale Automobilindustrie und deren Systemlieferanten entwickelt und fertigt Ernst Umformtechnik Gehäuse für Airbags, Elektromotoren und Elektronikkomponenten oder Elemente für Getriebe, Kühlung und Abgastechnik.

Während sie Standorte in Frankreich, China und den USA unterhält, hat die Firma Entwicklung und Projektmanagement am badischen Stammsitz zentralisiert. Auslandsmitarbeiter werden hier mit den standardisierten Unternehmensprozessen und der Software abas ERP vertraut gemacht, die für effiziente Planung, Produktion und Lieferung an allen Standorten sorgen soll. Drei Server sind über das ERP-Netz von Ernst international verbunden: Einer beherbergt das eigentliche abas ERP mit dem "Stammdaten-Mandanten", der die Daten der Niederlassungen synchronisiert. Ein weiterer Server spiegelt den Produktiv-Server und garantiert die Ausfallsicherheit, ein dritter dient als Testserver.

"Wir arbeiten seit 1993 erfolgreich mit abas. Durch jährliche Upgrades sind wir immer auf dem aktuellen Stand der Technik", erklärt Rolf Wingert, IT-Teamleiter ERP bei Ernst. Die Software kommt in jedem Unternehmensbereich zum Einsatz: Verkauf, Einkauf, Controlling, Projektmanagement, Rechnungswesen, Produktion. Im Lager werden Artikel und Bewegungen mit Waagen und Identifikationssystemen wie Barcode-Scannern erfasst. Der Datenaustausch mit den Ernst-Kunden läuft zu 80 Prozent über EDI.

Jüngst wurden mit der abas E-Business-Lösung EB auch die eigenen Zulieferer ans ERP-System angebunden. "Hierdurch hat sich die Kommunikation mit unseren Lieferanten erheblich vereinfacht", sagt Rolf Wingert. "Das Tracking & Tracing ist mit der Implementierung der Barcode-Scanner-Lösung überhaupt erst möglich geworden."

Seine Anwendungen stellt abas auf der CeBIT 2016 im Bereich ERP & HR Solutions vor. Das Karlsruher Softwarehaus, das sich auf mittelständische Unternehmen spezialisiert hat, gehört zu den größten Ausstellern in Halle 5.

Ein anderer Anbieter, der sich hier präsentiert, ist die Karlsruher Asseco Solutions. Als Teil der Asseco Group, nach eigener Aussage Europas siebtgrößtem IT-Anbieter, ist sie wie abas auf ERP-Lösungen für den Mittelstand spezialisiert. Ein Anwendungsbeispiel, das Asseco nach Hannover mitbringt, ist die Knuth Werkzeugmaschinen GmbH: Bis 2009 setzte das Familienunternehmen mit 300 Mitarbeitern, fünf deutschen Standorten und 40 Vertretungen weltweit das ERP-System eines anderen Anbieters ein. Dann wurde nach einer "fortschrittlichen, insbesondere webbasierten Lösungsplattform als strategische Investition in die weitere Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit" gesucht, wie sich Christian Wenzel, IT-Leiter bei Knuth, erinnert.

Für den Hersteller und Händler von Werkzeugmaschinen in konventioneller und CNC-gesteuerter Bauweise war die Integration der Werkstattsteuerung von besonderer Bedeutung. Zudem sollten Einkauf, Materialwirtschaft, Produktion, Vertrieb und Finanzbuchhaltung durchgängig abgebildet werden.

Mit Assecos APplus war all das möglich. Die durchgängige Abbildung relevanter Fertigungsabläufe half die Auslastung und Termintreue zu optimieren, wie Wenzel bestätigt. Und dank der flexiblen Architektur des Systems lasse es sich jederzeit durch eigenes Personal anpassen. Aktuell arbeiten bei Knuth rund 80 User mit dem System.

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