Unmanned Systems & Drones

Tauchdrohnen machen Angler zu First-Person-Jägern

Für Unterwasserdrohnen gibt es – anders als für fliegende Copter – in Deutschland kaum Vorschriften. Aus Kalifornien kommen jetzt zwei tauchende Drohnen-Modelle auf den Markt.

01.03.2017
Tauch-Drohnen PowerRay-Roboter Unterwasserdrohnen
(Foto: PowerVision Robot)

Die kalifornische PowerVision Robot Corporation hat eine für Freizeitangler konzipierte Unterwasserdrohne entwickelt: Der PowerRay-Roboter kann bis zu 30 m tief tauchen, mit einem Sonar Fische aufspüren, diese per Blaulicht anlocken und filmen. Unmittelbar vor seiner Kameralinse befindet sich außerdem eine Vorrichtung, an der man die Angelschnur befestigen kann. So sieht der Angler auf seinem Smartphone aus nächster Nähe, wie der Fisch nach dem Köder schnappt.

Die gleichen Funktionen – nur keine zum Angeln – liefert die per Crowdfunding finanzierte Unterwasserdrohne OpenROV Trident aus Berkeley. Die Steuerungssoftware dazu steht unter einer Open-Source-Lizenz auf GitHub . Das Gerät ist bereits bestellbar, fertig zusammengebaut oder – günstiger – als Bausatz. OpenROV Trident schafft sogar eine Tauchtiefe von 100 m. In der praktischen Umsetzung hängt sie von der Länge des Schwimmkabels ab, denn die Verbindung kann nicht über Funk hergestellt werden. Ihre Aufnahmen senden beide Drohnen per Kabel an die Wasseroberfläche und von einer speziellen Boje aus per Funk an Smartphone oder Tablet. Das Geschehen unter Wasser kann man auch per VR-Brille verfolgen und steuern, sodass man den Eindruck hat, selbst auf Tauchgang zu sein. Mittels Schwerkraft- und Gestenerkennungsfunktion kann man die Unterwasserdrohne dann per Kopfneigung dirigieren.

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