Cloud Applications

Status-Quo-Denken bringt IT-Leiter nicht weiter

Wolfgang Ebermann, Europa-Chef des weltweit agierenden IT-Dienstleisters Insight, warnt davor, über Cloud-Strategien zu entscheiden, ohne die IT-Abteilteilung eines Unternehmens einzubeziehen. Nicht ganz unschuldig an diesem Trend sind die IT-Leiter selbst.

28.09.2017 Quelle: CRN Andreas Dumont
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Wolfgang Ebermann, Europa-Chef des weltweit agierenden IT-Dienstleisters Insight

Insight ist ein weltweit agierendes Fortune-500-Unternehmen, ein IT-Dienstleister, der seit über 25 Jahren am Markt ist und 2016 einen Umsatz von über fünf Milliarden Dollar erwirtschaftete. Ziel des Unternehmens ist es, Firmenkunden bei ihrem IT-Einkauf rund um Hardware und Software zu begleiten, zu unterstützen, aber auch mit neuen intelligenten IT-Lösungen dazu beizutragen, dass mit Hilfe von IT der Unternehmenserfolg in der Zukunft gesichert werden kann. Dabei liegt der Fokus klar auf der Cloud. Wolfgang Ebermann, President EMEA bei Insight, betont im Gespräch mit CRN, dass IT die strategische Grundlage für den Unternehmenserfolg darstellt. Hier sieht er in Deutschland Nachholbedarf: "Aus europäischer Sicht sind Märkte wie England, die nordischen Länder und Holland viel schneller bei der Cloud-Adaption als der deutsche Markt."

Ebermann führt dafür als Gründe Unsicherheit und in Teilbereichen einen Mangel an Expertise und Verständnis rund um das Thema Cloud an. Den IT-Abteilungen komme dabei eine entscheidende Rolle zu. Sie hätten oft den Status "ihr seid die Fachexperten, ihr managt die IT". Diese IT-Fachexperten sehen für sich ein Risiko in der Cloud, so Ebermann. "Es gibt deshalb Tendenzen, dass die Verantwortlichen der Businessbereiche IT-Entscheidungen treffen und Entscheidungen rund um die Cloud außerhalb der IT-Abteilungen getroffen werden."

Der IT-Leiter müsse deshalb künftig eine andere Rolle einnehmen: nicht als Verteidiger des Status Quo, sondern auch als eine Art Berater, wie mit Hilfe von IT Innovation im Unternehmen vorangetrieben und Agilität sichergestellt werden könne. "Häufig wird IT als Kostenfaktor und nicht als strategisches Asset gesehen. Über 80 Prozent des IT-Budgets werden dafür verwendet, die bestehende IT am Laufen zu halten. Da stimmt das Verhältnis nicht", führt Ebermann aus.

Für Unternehmen sei es entscheidend, jetzt die richtigen Weichen zu stellen und die strategische Roadmap für IT auf Geschäftsführungsebene zu definieren. Den Trend zur Multi Cloud sieht Ebermann skeptisch: »Unternehmen laufen Gefahr, Inseln zu bilden, die nicht miteinander kommunizieren und sich nicht integrieren lassen, vor allem wenn diese Entscheidungen nicht in Abstimmung mit IT erfolgen.«

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