Startups

Startups in Entwicklungsländern fördern

Unter dem Motto "inspire.connect.develop." präsentiert sich das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) vom 14. bis zum 18. März 2016 gemeinsam mit Startups auf der CeBIT 2016. Im BMZ Community Space werden Ideen und Lösungsansätze für den digitalen Fortschritt in Entwicklungsländern vorgestellt und diskutiert. Die Startup-Plattform "Scale 11" zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit mit jungen Startups aus der digitalen Wirtschaft für die internationale Zusammenarbeit ist.

10.03.2016 GIZ Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH
BMZ Startups

Das BMZ hat 15 Gründerinnen und Gründer in einen "Community Space" eingeladen. Ziel ist es, Entwicklungsexpertinnen und -experten, Startups und andere Unternehmen zu vernetzen. Auf dem Programm des BMZ-Standes in Halle 11 stehen vielfältige Themen eHealth, Open Manufacturing, Transport und Mobilität sowie Flucht und Migration. In Expertengesprächen und Workshops diskutieren, entwickeln und erproben wir an Ort und Stelle zusammen mit den Besuchern der CeBIT neue Lösungen für die Entwicklungszusammenarbeit.

Der Markt für digitale Technologien in Afrika wächst schnell: auf dem afrikanischen Kontinent leben mehr als eine Milliarde Menschen, die Bevölkerung ist jung und das Interesse, den digitalen Wandel mitzugestalten, ist groß. Dort und auch in anderen Teilen der Welt hat sich in den vergangenen Jahren eine dynamische Startup-Szene entwickelt, die nicht mehr darauf wartet, dass Entwicklungsorganisationen die Lösungen in die Länder bringen. Die Gründerinnen und Gründer nehmen sich der Probleme selbst an, sie tüfteln, entwickeln Ideen, vernetzen sich.

Das BMZ engagiert sich seit 2011 in der Startup-Szene in Entwicklungsländern – mit dem Schwerpunkt in Afrika. Beispielhaft und mit dabei auf der Messe sind BRCK aus Kenia und Gifted Mom aus Kamerun:

BRCK ist nach dem Produkt benannt, das es anbietet: einem backsteingroßen Router. Das schwarze Gerät ist robust, versorgt sich selbst mit Energie, kann leicht transportiert werden – und verbindet Menschen in Gegenden mit schwacher Infrastruktur mit dem Internet. Ein BRCK mit Antenne kostet rund 250 US-Dollar und wird beispielsweise in Schulen oder Krankenhäusern in ländlichen Gegenden Afrikas eingesetzt.

Oder Gifted Mom : Das Startup kämpft gegen die immer noch hohe Kinder- und Müttersterblichkeit. Es versorgt werdende und junge Mütter mit Gesundheitsinformationen rund um Geburt, Vor- und Nachsorge. Dazu nutzt es mobiles Internet und Mobilfunknetze. Die (werdenden) Mütter können Informationen abrufen oder konkrete Fragen per SMS stellen. Per Nachricht wird an Nachsorgeuntersuchungen und Impfungen erinnert, außerdem Aufklärungsarbeit zu Verhütung und Familienplanung geleistet. Der Service richtet sich vor allem an Frauen in entlegenen Gebieten mit einer schwachen Gesundheitsinfrastruktur.

Zur Eröffnung von "Scale11" am Montag kommt ganztägig der Afrikabeauftragte der Bundesregierung und des BMZ, Günter Nooke, und präsentiert Initiativen zur Kooperation mit der digitalen Wirtschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn wird am Donnerstag, 17. März von 10 bis 13 Uhr die CeBIT besuchen.

Ein ausführliches Programm finden Sie hier .

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