5G

Startschuss für 5G-Testfeld in Berlin

Auf der 5G-Week in Berlin wurde der Startschuss für 5G-Testfelder gegeben. Außerdem wurden Prognosen für 5G-Netze veröffentlicht.

05.01.2017 Jörn Brien

5G: Startschuss für Testfeld in Berlin

5G Berlin
Auch 5G soll Berlin zur digitalen Metropole machen. (Grafik: Fraunhofer Institute)

Die neue Mobilfunkgeneration 5G soll 2020 marktreif sein. Mehrere Unternehmen arbeiten an der Umsetzung des schnellen mobilen Internets, das vor allem für digitale Unternehmensanwendungen wie den Bereichen Industrie 4.0, Internet der Dinge oder Fahrzeugkommunikation zum Einsatz kommen soll. Im Rahmen des Branchentreffs 5G-Week haben jetzt die Fraunhofer-Institute Fokus und ÖFIT gemeinsam mit der Deutschen Telekom und Nokia den Startschuss für ein 5G-Testfeld am Berliner Ernst-Reuter-Platz gegeben, wie Heise Online berichtet .

5G ist einer der entscheidenden Punkte, mit deren Umsetzung Berlin in den kommenden Jahren zur digitalen Metropole werden will. Wie regionale Medien schon im Sommer berichteten, soll das 5G-Testfeld über entsprechende Sendeanlagen auf dem früheren Telefunken-Hochhaus realisiert werden und einen Radius von etwa einem Kilometer haben. Bis 2020 soll die 5G-Technologie marktreif sein und zuerst Datenraten von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde ermöglichen. Vodafone etwa will bis 2030 sogar Datenraten von bis zu 15 Gigabit pro Sekunde erreichen.

Vor- und Nachteile von 5G für die Gesellschaft

In ihren aktuellen Prognosen für die 5G-Zukunft beschreiben die Fraunhofer-Institute Vor- und Nachteile der neuen Mobilfunkgeneration für die Gesellschaft. Laut Trendbericht 5G des ÖFIT werde der schnelle Mobilfunk mit dem glasfaserbasierten Internetanschluss von Privatnutzern gleichziehen. Allerdings moniert das ÖFIT auch eine zunehmende Abhängigkeit der Gesellschaft von der Informationstechnik. Das Fraunhofer-Institut Fokus ist der Meinung, dass die Netzintelligenz insgesamt steige. Augmented Reality könnte laut den Forschern eine Killerapplikation für 5G werden. Das Hauptaugenmerk liege aber im kommerziellen Bereich, etwa in der Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation .