Startups

Startkapital: Es muss nicht immer ein Investor sein

Sie haben Ideen, Mut und wollen etwas erreichen. Doch auf dem Weg zum eigenen Unternehmen müssen Gründer viele Hürden nehmen. Die vielleicht wichtigste ist die Finanzierung. Doch welche Möglichkeiten gibt es und welche passt ins eigene Konzept?

22.02.2016
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Eigentlich paradox: Nie zuvor stand Gründern ein so umfangreiches Portfolio an Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dennoch ist laut KfW Gründungsmonitor 2015 der Anteil der Startups mit Finanzierungsschwierigkeiten gestiegen. Um Engpässe zu vermeiden, sollten sich Gründer so früh wie möglich den Investitionsbedarf ermitteln und mit der Suche nach einer passenden Finanzierung beginnen. Besonders in der Anfangsphase ist es schwer, Geldgeber davon zu überzeugen, in ein Startup zu investieren. Zu Beginn spielt daher das Eigenkapital eine wichtige Rolle.

Staatliche Zuschüsse ausschöpfen

Doch Jungunternehmer müssen sich nicht nur auf die eigenen Ersparnisse stützen, sie können auch staatliche Fördermittel beantragen. Über 2.000 verschiedene Programme gibt es europaweit. Die Gelder aus dem Staatstopf gibt es natürlich nicht geschenkt. Wer ein Stück vom Kuchen abhaben möchte, muss frühzeitig aktiv werden und die Hürden der Bürokratie überwinden. So müssen einige Zuschüsse beispielsweise schon beantragt werden, bevor der Existenzgründer damit beginnt, hauptberuflich an seinem Projekt zu arbeiten. Der Staat unterstützt Nachwuchsunternehmer beispielsweise mit Gründungszuschüssen , Einstiegsgeld oder mit zinsgünstigen Spezialkrediten, die alternativ zu klassischen Bankkrediten in Anspruch genommen werden können. Förderkredite vergibt unter anderem die Bankengruppe KfW . Für Studierende gibt es zudem die Möglichkeit sich für das BMWi EXIST Gründerstipendium zu bewerben. Wer auf der Suche nach einem passenden Programm ist, sollte auf der Förderdatenbank des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vorbeischauen. Sie gibt einen Überblick über die Angebote und Finanzierungshilfen des Bundes.

Mehr als das schnelle Geld

Staatliche Unterstützung kann eine gute finanzielle Grundlage für das eigene Unternehmen liefern. Finanzspritzen können sich Startups aber auch bei privaten und wirtschaftlichen Investoren holen. Dabei kann es sich durchaus lohnen, von klassischen Finanzierungsformen wie beispielsweise Bankkrediten abzuweichen. Neben der Finanzierung ist für Startups der Wissensaustausch mit Profis elementar. Daher sind sogenannte Business Angels besonders begehrte Kapitalgeber. Sie investieren in junge Unternehmen nicht nur Geld, sondern unterstützen sie zusätzlich mit Expertenwissen. Auch Venture-Capital-Gesellschaften –sogenannte Wagniskapitalgeber – tragen nicht nur zur Finanzierung bei, sondern versorgen Startups zudem mit Gründercoachings und wertvollen Kontakten.

Strategische Investoren an Bord holen

Weitere beliebte Wege bei der Suche nach Investoren sind Crowdfunding und Crowdinvestment. Auf Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter, Indiegogo, oder Startnext stellen Jungunternehmer ihre Projekte zumeist privaten Geldgebern vor und sammeln innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums Startkapital. Wird die festgelegte Summe nicht erreicht, erhalten die Geldgeber ihren Anteil zurück. Beim Crowdinvesting handelt es sich um eine Art stille Unternehmensbeteiligung. Sowohl Privatpersonen also auch kleine Firmen können so in Startups investieren und Anteile erwerben. Meist geschieht das mit geringen Geldbeträgen.

Möge der Bessere gewinnen

Wettbewerbe bieten eine hervorragende Gelegenheit, um mit anderen Gründern und potenziellen Geldgebern in Kontakt zu kommen und den Unternehmensstart anzukurbeln. Mit einem überzeugenden Pitch und ein bisschen Glück kann die Gewinnsumme zum ersten Grundstein für das eigene Startup werden. Weil eine einzige Finanzierungsform allein in der Regel nicht ausreicht, kommt es bei der Gründungsfinanzierung wie so oft auf den richtigen Mix an.

Die SCALE11 , die Gründermesse der CeBIT, bietet Jungunternehmern die passende Plattform, um mit den Größen aus Wirtschaft und Politik in Kontakt zu kommen und sich mit anderen Entrepreneuren auszutauschen. Beim Startup-Pitch und im Ring des Founders Fight Club haben Gründer außerdem die Chance, ihre Geschäftsidee zu präsentieren und Investoren zu überzeugen.

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