Startups

So viel verdienen Mitarbeiter deutscher Startups

In einem Startup arbeitet man viel für wenig Geld, heißt es. Wie viel in deutschen Startups wirklich verdient wird, zeigt eine aktuelle Untersuchung.

04.04.2016 Jörn Brien

Gehälter in Startups ermittelt

Wer bei einem Startup anheuert, ist sich darüber im Klaren, dass er hier viel Gestaltungsfreiraum und Anerkennung erhält, aber beim Gehalt Abstriche machen muss . Wie viel verschiedene Berufsgruppen wie Entwickler, Social-Media-Manager und Marketer in deutschen Startups wirklich verdienen, hat das Portal Gehalt.de erhoben. Dazu wurden anhand von rund 600 Vergütungsdaten aus jungen und kleinen Unternehmen Gehälter ermittelt und diese nach den wichtigsten Berufen ausgewertet.

Das Ergebnis: Wie in anderen Unternehmen auch verdienen die Geschäftsführer in Startups am meisten, nämlich im Schnitt 61.334 Euro pro Jahr. Gerade einmal die Hälfte finden Social-Media-Manager und Online-Marketer auf ihren Gehaltszetteln wieder. Mit nur 27.465 Euro müssen demnach Grafiker vorlieb nehmen. Etwas besser bezahlt sind naturgemäß Mitarbeiter im Sales-Bereich und IT-Verantwortliche.

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Übersicht über die Gehälter in deutschen Startups. (Grafik: Gehalt.de)

Startups: Eklatante Unterschiede zwischen Berlin und München

Eklatant sind nicht nur die Unterschiede zwischen den einzelnen Positionen in Startups, sondern auch die geografischen Unterschiede bei der Bezahlung. So wird in der Startup-Hochburg Berlin deutlich schlechter bezahlt als in München. In München verdienen Startup-Angestellte rund 30 Prozent mehr als in der Hauptstadt. So verdient ein Business Developer in einem Berliner Startup ein Brutto-Jahresgehalt in der Höhe von 39.661 Euro, in München sind es dagegen 52.112 Euro.

Kein Wunder, dass es vor allem Young Professionals im Alter bis etwa 35 Jahren sind, die in Startups arbeiten, um dort Berufserfahrung zu sammeln, direkt an der Entwicklung neuer Produkte mitzuarbeiten und im kreativen Prozess mitentscheiden zu können. Das alles hat allerdings seinen Preis. Neben weniger Geld gibt es Überstunden, denn in den ersten Jahren haben Startups oft nur ein Ziel: Überleben.

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