E-Commerce

So erkennt man gefälschte Online-Shops

Gefälschte Markenshops, sogenannte Fake-Shops, sind ein zunehmendes Problem - für betroffene Unternehmen und Online-Shopper.

02.05.2016 Jörn Brien
gefälschte Online-Shops
Vorsicht vor allzu günstiger Markenware in Online-Shops – es könnte sich um Betrug handeln. (Grafik: Shutterstock)

Fake-Online-Shops werden zum Problem

Große Marken können von dem Problem der Fake-Shops ein Lied singen. Dabei handelt es sich um Online-Shops, in denen angeblich Markenware zu absoluten Schnäppchenpreisen angeboten wird. Bestellt der gutgläubige Online-Shopper eines der vorgeblich günstigen Markenprodukte, wird er aufgefordert, per Vorkasse zu zahlen. Handelt es sich um einen der gefälschten Markenshops, vor denen Experten jetzt warnen, dann ist das Geld futsch und von dem Schnäppchenprodukt sieht der Betrogene auch nie etwas.

Eines der von Fake-Shops häufig geplagtes Unternehmen ist Vorwerk. Auf der Website des deutschen Herstellers wird gleich vor elf Online-Shops gewarnt, die angeblich den Verkaufsschlager Thermomix preisgünstig anbieten. Die Fake-Shops würden Internetadressen wie "thermomix-vorwerk.com" oder "vorwerk-Thermomix-gmbh.com" nutzen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Vorwerk warnt Online-Shopper , dass hier Internetpiraten den guten Ruf des Unternehmens ausnutzen, um Verbraucher um ihr Geld zu betrügen.

Online-Shops: Skepsis bei günstigen Preisen

Dabei werde der intelligente Kocher Thermomix TM5 "insbesondere gegen Vorkasse“" angeboten. Die Betrüger hätten die Vorwerk-Internetseite gefälscht, inklusive Firmenlogo und Impressum. Für Online-Shopper gar nicht so leicht, den Betrug zu erkennen. Experten empfehlen, bei sehr günstigen Preisen skeptisch zu sein, sich über den Anbieter zu informieren und möglichst nichts per Vorkasse zu kaufen.

Mit dem Problem der Fake-Shops ist Vorwerk freilich nicht allein. Allein auf der österreichischen Watchlist Internet sind mittlerweile 300 "betrügerische Online-Shops". Auch der Produktvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Neben Elektroartikeln sind Muskelaufbaupräparate oder falsche Internet-Apotheken bei Internetpiraten beliebt. Den Betrügern auf die Spur zu kommen, ist dagegen nicht so leicht. Die Server stehen oft im Ausland. Wird ein Fake-Shop geschlossen, öffne schon der nächste, zitiert heise online Peter Gretenkord vom Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie.

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