Artificial Intelligence

Shelley lehrt ihre Follower das Fürchten

Den puren Horror soll der auf künstlicher Intelligenz basierende Twitter-Bot Shelley seinen menschlichen Followern bescheren. Forscher des MIT haben die digitale Geschichtenerzählerin kurz vor Halloween zum Leben erweckt.

10.11.2017
Quelle: @shelley_ai / Twitter
Quelle: @shelley_ai / Twitter

Jede Stunde beginnt Shelley eine neue Gruselgeschichte. Ihre Follower können die Geschichte dann auf Twitter fortsetzen und ihrerseits (über den Hashtag #yourturn) an Shelley zurückverweisen.

Shelley soll so unterschiedliche Erzähltechniken und Strukturen kennenlernen, um im Laufe der Zeit immer bessere Geschichten zu verfassen. Fertige Storys veröffentlicht das Team abschließend auf der Projektwebsite . Vor dem Start auf Twitter haben die MIT-Forscher Shelley mithilfe von 140.000 Horrorgeschichten trainieren lassen.

Shelley ist allerdings bei Weitem nicht die erste künstliche Intelligenz, die sich als Autorin versucht: Schon seit einigen Jahren befürchten vor allem Journalisten, ein Teil ihrer Aufgaben könne künftig von Algorithmen übernommen werden.

"Roboterjournalisten" traut man bislang allerdings am ehesten die Arbeit auf leicht zu vereinheitlichenden Gebieten zu, etwa in der Sportberichterstattung oder bei Wetternachrichten. Doch auch in der Belletristik haben Algorithmen schon Literatur geschaffen – etwa die russische Novelle "True Love".

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