Security

Selbstheilendes System soll Cyberattacken abwehren

Ein europaweites Forschungsprojekt untere Federführung der Universität Passau will kleine Unternehmen und Behörden gegen Angriffe aus dem Cyperspace schützen.

06.10.2017

"Es herrscht Krieg da draußen", sagt Professor Dr. Siegfried Handschuh, Inhaber des Lehrstuhls für Informatik an der Universität Passau. Neben großen Konzernen gerieten zunehmend Mittelständler und kommunale Verwaltungen ins Visier von Cyberkriminellen. Sie hätten aber oft nicht das Expertenwissen, um sich zu schützen.

Helfen könnte ihnen ein System , an dem Handschuh und ein von der EU gefördertes Forscherteam aus ganz Europa derzeit arbeiten: Es soll sich selbst heilen können, vor Attacken schützen und verdächtige Vorfälle automatisch an nationale und EU-Behörden melden. Konkret sollen möglichst viele Muster solcher Angriffe in das System eingespeist werden, um es zu "trainieren". Noch etwas unterscheide den Ansatz des Passauer Forschungsteams von der Konkurrenz, so Handschuh: "Wir verwenden eine mehrsprachige Semantikunterstützung, um Sprachbarrieren im EU-Kontext zu berücksichtigen."

Unabhängig davon plant die EU nach Angaben der Süddeutschen Zeitung , die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit ( enisa ) zu einer umfassenden Cyber- und Datensicherheitsbehörde auszubauen. Diese soll Computer gegen Hackerattacken schützen.

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