Future Mobility

Schwarmintelligenz kennt den Kilometerstand

Bosch will das automatisierte Fahren auf die Straße bringen und auch sonst für Innovationen bei der Fahrzeugtechnik sorgen: mit künstlicher Intelligenz und Blockchain-Technologie.

03.04.2017
Blockchain Tachomanipulation Bosch TÜV
(Quelle: Robert Bosch GmbH)

2013 hat Bosch zum ersten Mal einen fahrerlosen Wagen auf deutsche Autobahnen geschickt, 2020 will das Unternehmen mit seinem KI Autocomputer in Serie gehen. Auf Basis maschineller Lernverfahren kann die künstliche Intelligenz Fußgänger und Fahrradfahrer erkennen und Situationen wie blinkende Autos richtig interpretieren, wie ein Beispielvideo zeigt. Das beim Fahren erlernte Wissen hinterlegt das AI-System in künstlichen neuronalen Netzen. Der Chip, auf dem die so erzeugten Algorithmen gespeichert werden, liefert das US-amerikanische Technologieunternehmen Nvidia . Die erzeugten Wissensstrukturen sollen sich damit auf beliebig viele andere KI Autocomputer übertragen lassen.

Bosch will im Bereich der künstlichen Intelligenz eine führende Rolle einnehmen. Rund 300 Millionen Euro investiert das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen in den Ausbau seiner Kompetenzen auf diesem Feld. "Schon in zehn Jahren sind Bosch-Produkte ohne künstliche Intelligenz kaum mehr denkbar. Sie besitzen sie oder werden mithilfe davon hergestellt", prognostiziert Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung. In Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland setzt Bosch außerdem auf Blockchain-Technologie , um den Tachostand eines Wagens dezentral und fälschungssicher auf Tausende von Rechnern verteilt zu sichern. Wer einen solchen Wagen gebraucht kauft, kann mithilfe einer Smartphone-App jederzeit auf den tatsächlichen Kilometerstand zugreifen. Tachobetrug soll damit der Vergangenheit angehören.

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