Drones / Unmanned Systems

Schlaue Software erkennt Haie

Australien setzt neuerdings Drohnen ein, um seine Küsten zu überwachen und so Schwimmer vor Haiangriffen schützen. Die Drohnen senden Live-Videos, und eine spezielle KI-Software sorgt dafür, dass die Haie nicht mit Booten oder anderen Fischen verwechselt werden.

21.09.2017
Quelle: Little Ripper
Drohnen warnen in Australien vor Haien. (Foto: Little Ripper)

Bei der Zahl nicht provozierter Haiangriffe auf Menschen liegt Australien hinter den USA auf dem zweiten Platz, wie das International Shark Attack File des Florida Museum of Natural History an der University of Florida belegt. Nachdem in diesem Jahr eine Reihe von Attacken an der Nordwestküste Australiens heftige Diskussionen über den Nutzen von Schutznetzen ausgelöst hatten, will das Land nun seine Küste verstärkt mit Drohnen überwachen.

Die Drohnen stammten von der australischen Firma Little Ripper Group und können laut Hersteller bis zu 150 Minuten in der Luft bleiben. Sie übermitteln Live-Videos an ihre Steuerzentrale, wo eine auf die Erkennung von Haien trainierte KI-Software die Bilder auswertet. Das Programm wurde von der School of Software an der University of Technology in Sydney entwickelt. Einer der beteiligten Wissenschaftler erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, die Software könne Haie von Booten und anderen Meeresbewohnern unterscheiden und erreiche dabei eine Erkennungsrate von etwa 90 %; Menschen hingegen kämen lediglich auf 20 bis 30 %.

Wird ein Hai entdeckt, so warnt die Drohne Schwimmer per Megaphon und wirft eine Rettungsinsel ab, die ein automatisches Notsignal sendet. Geplant ist auch die Entwicklung einer elektronischen Haiabwehr.

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