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Roboter wählen aus: Klassisches Recruiting vor dem Aus?

Bewerbungen oder persönliche Kontakte: Dem klassischen Recruiting droht das Aus. Roboter könnten schon bald die Suche übernehmen.

09.11.2016 Jörn Brien
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Recruiting: Roboter könnten bald klassische Headhunter ablösen. (Foto: Shutterstock-racorn)

Neuer Trend: Robotic Recruiting

Schon jetzt fällt es vielen Unternehmen schwer, s chnell passende Mitarbeiter für unbesetzte Stellen zu finden – vor allem, was den Bereich "Professionals" angeht. Gerade wenn es um IT-Professional geht, klagen die Firmen und müssen Aufträge ablehnen, weil sie nicht das richtige Personal haben. Die so genannten Professionals – also Angestellte mit einem Jahresgehalt zwischen 60.000 und 120.000 Euro - sind zu 80 Prozent aber gar nicht auf der Suche nach einem Job. Bundesweit gebe es in diesem Bereich 300.000 schwer zu besetzende Stellen, weshalb Unternehmen bei der Personalsuche immer öfter auf Robotic Recruiting setzen.

Der Hintergrund: Stellenanzeigen haben Analysen zufolge immer weniger Erfolg, auch klassische Bewerbungen könnten bald ausgedient haben. Stattdessen steht die Personalsuche vor einer umfassenden Personalisierung. Dabei geht eine Software in sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder Linkedin ganz gezielt auf die Suche nach Kandidaten mit den gesuchten Skills. Sind sie entsprechend identifiziert, bekommen dann automatisch auf sie zugeschnittene Jobangebote. Unter dem Motto: Beim richtigen Angebot kommen die meisten dann doch ins Grübeln. Das System lernt dazu, erkennt, wann ein Angestellter den nächsten Karriereschritt planen könnte.

Recruiting mit Infosuche verknüpfen

Für die Zukunft ebenso denkbar ist, dass die Suche nach potenziellen neuen Mitarbeitern mit anderen Diensten kombiniert wird. Sucht etwa eine rumänische Altenpflegerin nach Informationen rund um eine Sehenswürdigkeit in Deutschland, dann würden der Frau künftig passende Jobangebote in der Nähe angezeigt – plus der Empfehlung eines Umzugsservices und eines Sprachkurses. Ähnlich könnte das bei wenig nachgefragten Handwerksberufen funktionieren, wo Firmen händeringend nach Mitarbeitern oder Nachfolgern suchen.

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