Security

Risiken und Gefahren durch mobile Geräte

In vielen Unternehmen wird die Gefahr durch verloren gegangene oder gestohlene Mobilgeräte unterschätzt. Kommt es aber zu einem Verlust, dann drohen den betroffenen Mitarbeitern Konsequenzen.

25.11.2015 Andreas Fischer

Mobility-Studie

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Das Thema Datensicherheit auf mobilen Geräten oft stiefmütterlich gehandhabt. (Foto: wk1003mike / shutterstock.com)

Der Einsatz mobiler Endgeräte in Unternehmen und der Trend zu Bring Your Own Device (BYOD), also das Integrieren von privaten Smartphones und Tablets in die Firmen-Infrastruktur, birgt nicht nur Vorteile, sondern auch Gefahren. So hat in fast jedem zweiten (44 Prozent) vom Marktforschungsspezialisten Vanson Bourne für eine deutsch-britische Studie befragten Unternehmen eine Führungskraft im vergangenen Jahr ein Mobilgerät verloren.

Vanson Bourne zählt hierzu aber nicht nur Smartphones, Tablets und Laptops, sondern auch USB-Sticks. Rund 39 Prozent der befragten Organisationen gaben an, dass mindestens einem leitenden Mitarbeiter ein Gerät sogar gestohlen wurde. Noch schlimmer sieht es eine Etage tiefer aus: So haben 54 Prozent der nicht-leitenden Angestellten ein Mobilgerät verloren. Rund 49 Prozent gaben an, dass ihnen ein Gerät gestohlen wurde.

Auf insgesamt 93 Prozent der abhanden gekommenen Hardware waren geschäftsbezogene Daten gespeichert, berichtet der IT-Security-Spezialist Imation, der die Studie in Auftrag gegeben hat. Auf 49 Prozent seien vertrauliche E-Mails zu finden gewesen, auf 38 Prozent interne Dateien oder Dokumente, auf 24 Prozent Kundendaten und auf 15 Prozent Finanzdaten.

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Verlorene oder gestohlene Mobilgeräte: Viele Unternehmen berichten über abhanden gekommene Mobilgeräte. (Foto: Imation)

Trotz dieser Ereignisse sind die Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen nach Ansicht von Imation immer noch unzureichend. So hätten 32 Prozent der befragten Organisationen keine Vorgaben, Inhalte auf mobilen Endgeräten zu verschlüsseln oder durch Passwörter zu schützen. Das hindert sie aber anscheinend nicht, Mitarbeiter zu bestrafen, die Opfer eines Datenverlusts wurden.

Disziplinarverfahren und Kündigungen wegen Datenverlusten

So berichteten 37 Prozent der Befragten von mindestens einem Mitarbeiter in ihrem Unternehmen, der aufgrund verloren gegangener Geschäftsdaten mit einem Disziplinarverfahren belegt worden sei. 32 Prozent wussten von mindestens einer Person, die im vergangenen Jahr aus diesem Grund sogar ihren Job verloren hat. 48 Prozent der befragten IT-Entscheider räumten aber ein, dass sie gar nicht nachverfolgen können, ob und wann Mitarbeiter Daten mitnehmen.

"Trotz der ständigen Warnungen zur Datensicherheit und fast täglichen Schlagzeilen über Datenverluste sind Unternehmen immer noch nicht in der Lage, ihr geistiges Eigentum angemessen zu schützen. Die Vorteile von Verschlüsselung und Passwortschutz sind nichts Neues, aber viele Unternehmen treffen einfach keine grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen", sagt Nicholas Banks, Vice President EMEA and APAC der Imation-Tochter IronKey.

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Nicholas Banks von der Imation-Tochter IronKey (Foto: Imation)

"Obwohl Unternehmen wissen, dass viele Mitarbeiter die Richtlinien zum mobilen Arbeiten missachten, tun sie nichts dagegen. Die Umfrageergebnisse zeigen einen unvorsichtigen Umgang mit Firmengeräten und -daten. Viele Mitarbeiter, das Top-Management eingeschlossen, sind sich der Auswirkungen von Datenverlusten anscheinend nicht bewusst", so Banks weiter. "Unternehmen haben eine Verpflichtung, Geschäftsdaten und die Geräte oder Datenträger, auf denen sie gespeichert sind, zu schützen."

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