E-Commerce

Responsive Design: So sieht die ideale Customer Journey aus

Responsive Design hat dem E-Commerce neue Möglichkeiten an die Hand gegeben, um die Customer Journey auf allen Endgeräten zu optimieren.

16.09.2015 Stefan Hofer

Modernes Webdesign

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Responsives Webdesign will dieselbe Nutzererfahrung auf allen Endgeräten ermöglichen. (Foto: Shutterstock.com/Pressmaster)

Der Anteil der Commerce-Branche am deutschen Einzelhandel nimmt kontinuierlich zu. Für Internet- und Multichannel-Händler ist das einerseits erfreulich, andererseits bringt die zunehmende Digitalisierung die Herausforderung mit sich, dass die Informations- und Kaufprozesse der Konsumenten immer häufiger über verschiedene Endgeräte erfolgen.

Webshop-Betreiber sollten deshalb für ein unterbrechungsfreies Einkaufserlebnis sorgen - unabhängig davon, ob der Kunde per Desktop-PC, Laptop, Smartphone oder Tablet einkauft. In einem Leitfaden hatte hierzu der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) die Grundsätze für erfolgreiches Webdesign definiert.

Die Entwicklung neuer mobiler Endgeräte steigert auch zusehends die Komplexität des Multichannel-Geschäfts für Händler. Denn ein klarer Trend - hin zum Smartphone, Siegeszug des Tablets oder doch der gute alte PC – lässt sich nicht erkennen. Derzeit wird beispielsweise rund jeder zehnte Einkauf, der mit einem Desktop-PC getätigt wird, durch eine Recherche per Smartphone vorbereitet. Umgekehrt geht drei von fünf Bestellungen per Smartphone eine Informationssuche mit dem PC oder Laptop voraus.

Für Webshop-Betreiber bedeutet dies, dass sie die Präsentation ihrer Produkte sowie die Usability für die vorherrschenden Betriebssysteme und Bildschirme optimieren müssen, um ihren Kunden auch ein unterbrechungsfreies Kauferlebnis zu ermöglichen. Sieht die Seite auf dem Smartphone unzureichend aus, kann schnell potenzieller Umsatz verloren gehen.

Händlern bieten sich verschiedene Möglichkeiten zur Mobile-Optimierung ihrer Online-Auftritte und Webshops: adaptives und responsives Layout, native und hybride Apps, iOS und Android - sowie eine Kombination aus den jeweiligen Alternativen.

Erfolg auf allen Plattformen mit Responsive Layouts

Eine mobile Website muss also nicht zwangsläufig alle Funktionalitäten einer nativen Website erfüllen - und erst recht nicht genauso bedient werden können wie Anwendungen am Desktop-PC. Deshalb lohnt eine ganzheitliche, über die gesamte Laufzeit der Anwendung gerichtete Betrachtung.

Webdesign-Layouts im Überblick

  • Static-Webdesign
    Unter Static-Webdesign wird ein statisches und vor allem unbewegliches Layout verstanden, das Websites mit festgelegter Breite und fixem Content nach sich zieht. Die Ansicht der Website ändert sich demnach nicht, wenn die Größe des Browser-Fensters variiert oder mit einem anderen Endgerät darauf zugegriffen wird. Ist das Fenster zu klein, muss - vertikal oder horizontal - gescrollt werden, um den gesamten Umfang des Contents betrachten zu können. Für mobile Endgeräte gibt es bei diesem Design meist einen Verweis auf eine Extra-Site, die dann für die entsprechende Bildschirmgröße angepasst ist.
  • Liquid- oder Fluid-Webdesign
    Die Bezeichnung Liquid- oder Fluid-Webdesign beschreibt Websites, bei denen für die Breite der einzelnen Bestandteile Prozentwerte als Maßstab genutzt werden, die sich auf die jeweilige Bildschirmgröße beziehen. Damit ist die Größe der Bestandteile zueinander und zum Browser relativ, sodass sich die Größe der Bestandteile stufenlos verändern lässt, wenn sich die Größe des Browser-Fensters ändert.
  • Adaptive-Webdesigns
    Die Besonderheiten des Adaptive-Webdesigns lassen sich für eine bestimmte Anzahl von definierten Layouts für unterschiedliche, definierte Bildschirmauflösungen respektive Geräte herunterbrechen. Wird dabei die Auflösung einer Seite unter einen festgelegten Wert gesenkt, ändert sich das Layout der Seite. Das funktioniert in etwa so, als seien verschiedene statische Websites für unterschiedliche Endgeräte entwickelt worden - allerdings mit dem Vorteil, nur eine Seite verwalten zu müssen.
  • Responsive-Webdesign
    Unter dem Begriff Responsive-Webdesign versteht man eine Mischung aus Liquid- und Adaptive-Webdesign. Die Website-Bestandteile passen sich on-the-fly der verfügbaren Bildschirmauflösung an.

    Responsive-Layouts können auch als eine Reihe von miteinander verknüpften Liquid-Layouts verstanden werden. Solche Websites werden auf einem fluiden Grid (Vernetzungsstruktur) erstellt und verwenden Media Queries, um die Bildschirmgröße zu ermitteln und damit das Design und die Inhalte anzupassen. Der Umfang der dargestellten Elemente zwischen den verschiedenen Auflösungen kann abweichen, das heißt Funktionen können auf kleinen Auflösungen ausgespart werden.

Welcher der möglichen Design-Grundsätze verwendet wird, ist dabei abhängig vom jeweiligen Anwendungsfall. Neben gründlicher Analyse und dem Abwägen der Vor- und Nachteile ist insbesondere auch das bestehende Design einer Website ausschlaggebend für eine objektive Kosten-Nutzen-Analyse.

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Responsives Design versteht sich als ideale Darstellung in Abhängigkeit des Nutzungskontextes. (Foto: Shutterstock.com/Mathias Rosenthal)

Responsive Design hieße hier, von Anfang an alle maßgeblichen Endgeräte mit einer abhängig vom Nutzungskontext idealen Gestaltung zu versehen. Der Mehraufwand während der Konzeptions- und Umsetzungsphase kann dabei durch die langfristigen Vorteile durchaus ausgeglichen werden. Auf lange Sicht lassen sich damit sogar deutliche Einsparungen in der technischen Wartung und redaktionellen Pflege realisieren, so der BVDW.

Der allgemeine Trend heißt Responsive Design - unabhängig davon, ob sich der einzelne Web-Händler aufgrund einer individuellen Analyse der Nutzungsszenarien und langfristigen Investitionsplanung für eine native oder hybride Mobile-Anwendung oder einen responsiven Design-Ansatz entscheidet.

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