Blockchain

Regulierung der Bitcoin-Börsen soll Online-Kriminelle abschrecken

Ransomware ist ein Milliardengeschäft. Nicht nur Software-Entwickler, auch die EU-Kommissare suchen nach Präventionskonzepten, um diese Form der Erpressung zu blockieren

22.02.2017
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Regulierung der Bitcoin-Börsen soll Online-Kriminelle abschrecken

Cybergangster, die den Computer blockieren und mit dem Verlust von Daten drohen, um damit Lösegeld zu erpressen, gelten derzeit eine der raffiniertesten und besonders tückischen Bedrohungen für Unternehmen und Institutionen. In den letzten beiden Jahren verursachte Ransomware bereits Verluste in Milliardenhöhe. Panda Security kommt in einer Hochrechnung für 2016 auf mindestens 4000 Angriffe täglich. Der spanische IT-Security-Anbieter hat außerdem 256 Varianten von Ransomware identifiziert. Zu den häufigsten Infektionswegen zählen Malvertising (infizierte Werbebanner), Exploit Kits (im Untergrund gehandelte Malware) und Server-Schwachstellen.

Das Lösegeld wird häufig in Bitcoins gefordert. Die virtuelle Währung erlaubt Nutzern, eine beliebige Zahl pseudonymer Konten anzulegen. Doch die Herkunft von Bitcoins lässt sich nicht verschleiern und bleibt in der Blockchain nachvollziehbar. Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich empfehlen darum, es den Handelsbörsen für Kryptowährungen zu verbieten, Zahlungen aus illegalen Aktivitäten anzunehmen. Damit wenden sich die Wissenschaftler gegen den Vorschlag der Europäischen Kommission , die konventionelle Geldwäscheprävention auf virtuelle Währungen zu übertragen. Dies schränke Nutzer zu stark in ihren Grundrechten ein und sei zudem nicht effektiv. Die Empfehlung ist das erste Ergebnis des noch laufenden Forschungsprojekts BITCRIME .

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