Drones

RAF-Kommandant will Videospieler als Piloten

Reaktionsschnell, ausdauernd und in virtuellen Welten zu Hause – jugendliche Gamer bringen offenbar alles mit, was die Royal Air Force von einem Drohnenpiloten erwartet. Rekrutiert die RAF demnächst von der Spielekonsole weg?

03.01.2017
RAF Drohnenpiloten
Royal Air Force-Kommandant will Videospieler als Piloten (Foto: U.S. Air Force photo/Lt. Col. Kenneth Degon)

Die Royal Air Force müsse versuchen, 18- und 19-Jährige "direkt aus dem PlayStation-Schlafzimmer" zu rekrutieren, empfiehlt der britische Air Marshal Greg Bagwell, der 2016 in den Ruhestand gegangen ist. Bagwell war damit betraut, Drohnen-Operationen über Syrien zu beaufsichtigen. Reaper-Drohnen kamen bei rund einem Drittel der Luftschläge gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak zum Einsatz.

Bagwell zeigt sich zuversichtlich, dass die Jugendlichen der Reaper-Steuerung im Ernstfall gewachsen sind: "Schön, du hast noch nie ein Flugzeug geflogen, aber das spielt keine Rolle, das hier kannst du bedienen", zitiert der Guardian den Kommandanten. Aus seiner Sicht sei vor allem dreidimensionales Vorstellungsvermögen nötig, um mit einer Drohne ein militärisches Ziel zu verfolgen. Der Stress, der auf den Air-Force-Piloten laste, rühre eher von der unsicheren Rechtslage bei derartigen Einsätzen her. Darin liege auch der Grund, warum etliche der bisherigen Piloten mittlerweile dienstunfähig sind.

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