Public Sector Parc

Public Sector Parc: Innovation in der Amtstube

Die "Generation Touch" erwartet mehr von Ämtern, Städten, Kommunen. "Digitale Technologien verändern Verwaltung und Gesellschaft rasant", sagte Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe im Forum des Public Sector Parc. Bund, Länder und Städte müssten jetzt enger zusammenarbeiten.

14.03.2016
PublicSector

Zur Eröffnung des Public Sector Parc in Halle 7 betonte Köckler die Rolle der öffentlichen Verwaltung im digitalen Zeitalter. Sie brauche eigene Konzepte und IT-Lösungen. Die Themen E-Government stünden daher in diesem Jahr ebenso im Fokus des Ausstellungsbereichs wie Datenschutz und Services für den Bürger 4.0.

Der Bund selbst setze voll auf Digitalisierung, sagte Klaus Vitt, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und IT-Beauftragter der Bundesregierung. Ein aktuelles Beispiel hatte er auch parat: das digitalisierte Asylverfahren.

Asylantrag in 20 Minuten

Bislang war die Registrierung von Asylbewerbern und die Bearbeitung des Antrags ein langwieriger Prozess. Daten wurden von verschiedenen Behörden immer wieder aufs Neue erfasst – weil die eingesetzten IT-Anwendungen kaum vernetzt waren. Anstrengend für Bürger, teuer für Kommunen. Künftig sollen alle Informationen bei der Erstregistrierung in konsolidierten Systemen erfasst werden, inklusive Fingerabdrücke für die eindeutige Identifizierung. „Der Bewerber erhält einen Ankunftsnachweis, mit dem Leistungen verknüpft sind“, erklärt Vitt. Das soll Menschen dazu motivieren, sich überhaupt erst anzumelden.

Saarland und Berlin nutzen das neue System bereits, bis Mitte 2016 würden alle Bundesländer angeschlossen sein. Am Ende soll es nur noch 20-30 Minuten von der Aufnahme persönlicher Daten bis zum fertig erstellten Nachweis dauern.

Öffentlich weiterdenken

Prozesse wie diese sind nur durch enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen praktisch umsetzbar. Gut, dass sie alle beim Public Sector Parc vor Ort sind. Für Winfried Holz von der Bitkom ist der Event daher „eine Pflichtveranstaltung für Entscheider aus dem öffentlichen Bereich.“ Auch wegen kontroverser Diskussionen: „Beispielsweise sind kommunale Unternehmen von der Umsatzsteuer befreit und somit wettbewerbsfähiger als andere IT-Dienstleister. Ist das fair? Wir meinen: nein“, ruft Holz zum Weiterdenken auf.

Weitere Anregungen und konkrete Lösungen für die Verwaltung von morgen finden Sie im Forum Public Sector Parc an Stand E13 und im Forum Marktplatz Kommune an Stand D68, beides in Halle 7.

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