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Programmier- und Gift-Wissen aus NRW

Mit einem Lehr-Roboter, einer der umfangreichsten Datenbanken für Gefahrstoffe und elf weiteren Digital-Projekten kommt NRW auf die CeBIT.

17.02.2017
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Kaum im Dienst fährt der kleine Roboter NAO bereits als prominentes Mitglied im Messe-Team der Stadtbibliothek Köln, zur CeBIT mit. Sein Auftrag lautet: "Vermittlung digitaler Kompetenz als unverzichtbare Kulturtechnik." Mit Hilfe des humanoiden Roboters von SoftBank Robotics möchte die Bibliothek "gesellschaftsrelevante technologische Entwicklungen für eine breite Öffentlichkeit nachvollziehbar und zugänglich machen", wie sie es bereits mit 3D-Druckern und Virtual-Reality-Brillen tut.

Kooperationspartnerin ist die Kölner Liebfrauenschule, deren Schülerinnen einen deutschlandweiten Programmierwettbewerb für NAO-Roboter gewonnen haben. "In Verbindung mit lehrplanbezogenen Unterrichtsmaterialien ist NAO die optimale Plattform für die Schule, um Inhalte der MINT-Fächer in allen Altersklassen zu vermitteln", wie die Stadtbibliothek erklärt. Auf der CeBIT 2017 demonstriert das Team konkret die Entwicklungsarbeit mit NAO sowie den aktuellen Entwicklungsstand. So ist der Roboter bereits in der Lage, Gesichter zu erkennen.

Mit NAO und anderen Projekten präsentieren sich das Land Nordrhein-Westfalen und seine Kommunen in Halle 7 (Stand B28) "als kompetente Anbieter digitaler Dienstleistungen". Zehn Projekte aus Fachbereichen wie Justiz, Umwelt und Naturschutz, Soziales, E-Recruiting und Datability sollen einen Einblick in das elektronische Dienstleistungsportfolio der Landesverwaltung und des Kommunalbereichs geben.

Zu den Vorzeige-Projekten gehört eine der umfangreichsten öffentlichen Informationsquellen für Gefahrstoffe. Die Faktendatenbank "Informationssystem für gefährliche Stoffe – Public" (IGS-Public) des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW enthält Informationen zu über 175.000 unterschiedlichen Stoffen – inklusive Gefährlichkeit, Verboten, Anwendungsbeschränkungen sowie Regelungen zur Verwendung (etwa im Chemieunterricht), zum Transport, zur Lagerung, zum Brandschutz und zur Entsorgung. Insgesamt sind Informationen aus über 1500 Rechtsquellen und offiziellen Quellen stoffspezifisch aufbereitet.

Neu ist, dass die Informationen direkt mit externen Systemen verlinkt werden können. So werden zum Beispiel die Daten aus IGS über das eChemPortal zur Verfügung gestellt. Das IGS-System steht Interessierten unter www.igs.nrw.de zur Verfügung.

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