Research & Innovation

Positive Grenzerfahrung

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren auf der CeBIT 2016 in Hannover eine Software für die Entwicklung von bildverarbeitenden Systemen – und überwinden damit Betriebssystem- und Rechenarchitekturgrenzen.

03.03.2016
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Ob in der Robotik, beim teilautonomen Fahren oder im intelligenten Haus: Dem maschinellen Sehen kommt eine Schlüsselposition in der Entwicklung des Internets der Dinge zu. Während zunehmend leistungsfähigere, energieeffizientere und kostengünstigere Prozessoren die begrenzten Leistungs- und Energieressourcen mobiler und eingebetteter Computersysteme immer besser kompensieren, arbeiten Wissenschaftler der Technischen Universität Chemnitz an der Lösung eines weiteren Problems: Jede einzelne Aufgabenstellung muss durch eine aufwändige Entwicklung individuell gelöst werden. Wie sich bildverarbeitende Systeme zukünftig über Betriebssystem- und Rechenarchitekturgrenzen hinweg entwickeln lassen könnten, demonstrieren die sächsischen Wissenschaftler mit dem Cross-Platform Computer Vision (XPCV) Framework auf der CeBIT 2016 in Hannover.

Durch eine modularisierte Entwicklung bildverarbeitender Systeme reduziert XPCV den Anteil der aufwändigen Entwicklung von Kommunikationsprotokollen und Hardware-optimierten Algorithmen auf ein Minimum. Lars Meinel, wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Chemnitz erläutert: "Eine intuitiv zu bedienende grafische Benutzeroberfläche sowie eine zunehmend wachsende Modulbibliothek helfen auch Einsteigern, zum Beispiel in Verbindung mit Einplatinencomputern wie dem Raspberry Pi, erste funktionsfähige Bildverarbeitungssysteme zu realisieren. Erfahrene Entwickler profitieren von einer verbesserten Konfigurierbarkeit, Parametrisierbarkeit und Testbarkeit der Verarbeitungskette." Die in der Folge niedrigeren Entwicklungskosten und kürzeren Markteinführungszeiten für bildverarbeitende Systeme sollen den Weg ebnen für Anwendungen in preissensiblen Märkten wie dem Smart Home.

Technische Universität Chemnitz (D-09111 Chemnitz), Halle 6, Stand B24

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