Datacenter Infrastructure

Physical Security

Physische Sicherheitslösungen für Rechenzentren und IT- Umgebungen auf der CeBIT.

20.02.2015

Weltgrößte IT-Messe bietet Antworten auf die wichtigsten Sicherheitsfragen

Rechenzentrum

Viele Unternehmen konzentrieren sich auf den Datenschutz, wenn es um die IT-Sicherheit geht. Dabei ist die Abschottung der physischen Infrastruktur mindestens ebenso unverzichtbar. "Rechenzentren und IT-Umgebungen müssen nicht nur gegen Viren abgesichert werden, sondern auch gegen das Eindringen unbefugter Personen, Brände und das Auftreten technischer Defekte", betont Dr. Markus Heering, Geschäftsführer der European Security Systems Association (ESSA) im Vorfeld der CeBIT 2015. Auf der weltweit wichtigsten Messe für It und Digitalisierung spielen physische Sicherheitskomponenten eine wichtige Rolle.

Wichtigstes Datacenter-Event und vernetzte Zugangskontrolle

In den Messehallen zeigen namhafte Firmen aus der Rechenzentrumsbranche und der Sicherheitstechnik ihre neuesten Produkte – vom IT-Schrank über die biometrische Zutrittskontrolle bis zum Fluchtsystem. In Hannover vertreten sein werden Aussteller wie Abloy, AZS System, Brodinger IT-Sicherheitstechnik, Gretsch-Unitas, Itenos, PCS Systemtechnik, Pentair und der CeBIT-Rückkehrer Rittal. Darüber hinaus finden IT-Verantwortliche ein umfangreiches Beratungsangebot und prominent besetzte Konferenzformate. Besondere Bedeutung kommt hier der Premiere von DatacenterDynamics at CeBIT 2016 zu: Das weltweit größte Datacenter-Event in Halle 12 bietet ein hochkarätiges Vortragsprogramm mit vier Konferenzsträngen plus großzügiger Ausstellungsfläche. Experten berichten, wie man Rechenzentren mit dem Fokus auf Performance, Effizienz und Sicherheit professionell managt. Außerdem geht es um Themen wie Brandschutz, Schließtechnik und Zutrittskontrolle, aber auch um die hochsichere, unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Bei der Diskussion um die Sicherheit von Rechenzentren fällt in Expertengesprächen häufig der Begriff Network Critical Physical Infrastructure (NCPI), der auch Aspekte wie die Kühlung oder Stromversorgung aller Geräte umfasst. Vor der Anschaffung eines entsprechenden Systems muss geklärt werden, ob die Einrichtung verschiedener Sicherheitszonen sinnvoll ist. Danach geht es an die Planung, wobei das Zutrittsmanagement eine Schlüsselrolle spielt: Neben Smartcards und PIN-Codes kommen hier zunehmend biometrische Sensoren zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise die Gesichtserkennung, ein Retina-Scan oder Fingerprintsensoren. Wie sich RFID- und Biometrie-Zutrittsleser, Türterminals und Weitbereichsleser in eine komfortable Gesamtlösung integrieren lassen, zeigt die PCS Systemtechnik in Halle 5. Das Thema physische Sicherheit im Rechenzentrum beschäftigt zudem die Security Plaza in Halle 6. Auch hier wird die PCS Systemtechnik vertreten sein – mit einem Vortrag zum Thema "Physical Security für das Rechenzentrum: biometrische Handvenenerkennung für hochsicheren Zutritt".

Der Schutz aller IT-Anlagen vor unerwünschten Zugriffen ist auch ein Schwerpunkt beim CeBIT-Auftritt von Pentair. Die neue Varistar Colocation-Schrankserie der Marke Schroff wurde speziell für klimatisierte Rechenzentren entwickelt. Für den Zugriffsschutz stehen mehrere Schließoptionen zur Verfügung – bis hin zu einer komplett vernetzten Variante. Dabei lassen sich mehrere Schlösser zentral per Software steuern und überwachen.

Vom kompletten Rechenzentrum bis zum Fluchttürsystem

Rittal zeigt auf der CeBIT innovative Lösungen für modulare, energieeffiziente und sichere Rechenzentren. Die Palette umfasst Produkte vom IT-Rack über Lösungen für die Klimatisierung und Stromverteilung bis hin zum kompletten Rechenzentrum. Auch das Thema Industrie 4.0 spielt bei den Exponaten eine wichtige Rolle, da eine effiziente IT-Infrastruktur die Grundlage künftiger Produktionsanlagen bildet. "Das digitalisierte Produktionsumfeld von Industrie 4.0 stellt neue, herausfordernde Ansprüche an die Sicherheit von Daten, Prozessen und IT-Dienstleistungen", sagt Bernd Hanstein, Hauptabteilungsleiter Produktmanagement IT bei Rittal. "Der IT-Infrastruktur kommt dabei eine Schlüsselrolle als Enabling-Technologie zu. Ohne eine stabile und skalierbare IT-Infrastruktur ist Industrie 4.0 nicht denkbar."

Die Vernetzung ist auch auf dem Gebiet der physischen Sicherheit ein Megatrend. Gefragt sind modulare Lösungen, zum Beispiel für Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und Personalmanagement. Zur CeBIT stellt die AZS System AG ein Einsteigerpaket vor, das diese Multifunktionalität bietet. "Kleine Unternehmen oder Filialbetriebe können mit bis zu drei Lesegeräten für die Türsteuerung starten", berichtet Vorstand Eberhard Fabricius.

Ebenfalls in Halle 12 wird Abloy – Teil der schwedischen ASSA ABLOY-Gruppe - sein doppelt abgesichertes Zutrittskontrollsystem ABLOY PROTEC2 CLIQ zeigen. Neben einfacher Bedienbarkeit zeichnet es sich durch einen mechanischen Hochsicherheitszylinder mit Scheibentechnologie aus und kombiniert auf höchstem Niveau mechanische und elektronische Schließtechnik.

Schlüsselfertige Serverraumlösungen, die sich der Kunde nach seinen Wünschen anfertigen lassen kann, zeigt die österreichische Firma Brodinger IT-Sicherheitstechnik. Eine spezielle IT-Sicherheitszelle mit Aerosol-Löschtechnologie auf Molekularbasis sorgt zudem für zuverlässigen Schutz gegen Feuer und darüber hinaus auch gegen Wasser, Staub, Überhitzung oder Sabotage. Zusammen mit der Firma Celsion Brandschutzsysteme werden u.a. Serverschutzschränke präsentiert, die die gleichen Sicherheitsstandards umsetzen, wie ein großes Rechenzentrum.

Physische Sicherheitskomponenten können allerdings in einem Notfall auch für das (Über)Leben der Mitarbeiter wichtig werden. Deshalb präsentiert die Unternehmensgruppe Gretsch-Unitas auf der CeBIT in Halle 12 ihr aktuelles Programm an Systemlösungen für Flucht- und Rettungswege, intelligente Lösungen für die Zutrittskontrolle sowie flexible und leistungsstarke Gebäudemanagementsysteme.

Nicht jedes Unternehmen ist freilich in der Lage, ein eigenes Rechenzentrum mit der erforderlichen Sicherheitsarchitektur zu unterhalten. Dann sind hochsichere Housing-Lösungen mit angemieteten Racks und Cages eine Alternative, wie sie etwa der CeBIT-Aussteller Itenos im Programm hat: Dessen Data Center stehen ausschließlich auf deutschem Boden und unterliegen deutschen Datenschutzbestimmungen.

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