FinTech

Pay with Google macht Apple Pay Konkurrenz

Der Google-Bezahldienst ist Ende Oktober weltweit gestartet. Die Beteiligung der Unternehmen hält sich vorerst in Grenzen. Speziell auf dem deutschen Markt ist noch nichts entschieden.

31.10.2017
Quelle: Google
Quelle: Google

Wer an Pay with Google teilnehmen will, hinterlegt die Daten seiner Kredit- oder EC-Karte in seinem Google-Account. Dabei ist es auch möglich, mehrere Karten anzugeben. Für den Bezahlvorgang wählt man dann zunächst die gewünschte Karte aus.

Falls die Kassensysteme des Händlers ein kontaktloses Bezahlen unterstützen, genügt es, das Smartphone zu entsperren und vor den Sensor zu halten. Eine eigene App ist nicht erforderlich. Bei Online-Bezahlvorgängen tippt der Kunde in der App oder auf der Website des Händlers zur Bestätigung einen Code ein. Dabei wird auch die Adresse des Kunden für die Anlieferung übermittelt.

Pay with Google basiert auf der Google Payment API , die der Konzern im vergangenen Mai vorgestellt hat. Firmen und Entwickler können sie kostenlos nutzen und in ihre Websites und Apps einbauen, laut Google sind dafür nur wenige Zeilen Code erforderlich. Aktuell wird Pay with Google lediglich von 15 zumeist amerikanischen Firmen unterstützt, darunter ist auch die Reisesuchmaschine Kayak . Eine Reihe weiterer Unternehmen hat die Integration in ihre Bezahlsysteme angekündigt, dazu zählen etwa Airbnb oder Deliveroo .

Der Bezahldienst von Google steht in Konkurrenz zu Apple Pay , das in den USA bereits seit über drei Jahren verfügbar ist. Auch in mehreren europäischen Ländern hat Apple den Dienst bereits gestartet, im Oktober 2017 etwa in Dänemark, Schweden und Finnland.

In Deutschland ist die Einführung bislang offenbar an den deutschen Banken gescheitert. Sie arbeiten entweder an eigenen Bezahlsystemen oder haben sie sogar schon auf den Markt gebracht; zudem sind sie mit dem Gebührenmodell von Apple nicht einverstanden.

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