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Paid-Content-Leser waren zuvor Zeitungsleser

Die Printmedien versuchen verzweifelt, ihre Inhalte in die digitale Welt zu überführen. Damit folgen sie zwar den Lesern, können aber kaum neue Kundschaft gewinnen.

09.03.2017
Paid-Content-Leser Printmedien FAZ
Paid-Content-Leser waren zuvor Zeitungsleser (Foto: Deutsche Messe AG)

Eine Studie der Universität Hamburg mit dem Titel "Competing with Free: Flatrates in the Publishing Industry" kommt zu dem Schluss, dass digitale Kioske wie Blendle , Readly oder Pocketstory keine zusätzlichen Einnahmequellen für die Verlage generieren. Den Autoren zufolge führen diese Angebote lediglich dazu, dass die bereits bestehenden Leser nicht mehr zur Zeitung aus Papier greifen, sondern auf die digitalen Dienste umsteigen. So würden 99 % der Digitalumsätze mit Lesern erwirtschaftet, die ohnehin schon für journalistische Inhalte zahlen.

In der Studie befragten Professor Michel Clement und seine Mitarbeiter vom Institut für Marketing und Medien 1.923 Personen. Die Mehrheit von ihnen stand digitalen Kiosken positiv gegenüber. Als Bezahlform präferierten sie eine Flatrate, die allerdings nicht mehr als 10 Euro im Monat kosten dürfe. Für solche Angebote würden sie ihre bisherige, kostenpflichtige Bezugsquelle aufgeben und zu den Internet-Kiosken wechseln.

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