Internet of Things

Neue Schnittstelle verbindet Maschinen mit IT-Systemen

Wie bekommt man Sensordaten ins System? Die beiden deutschen Firmen ifm electronic und SAP haben dafür eine Industrie-4.0-Lösung entwickelt: Der Connectivity Port ist eine Schnittstelle zwischen Maschinen und SAP-Lösungen, die bidirektional funktioniert.

05.05.2017
IO-Link
(Quelle: ifm electronic gmbh)

"Wir schätzen, dass jährlich eine Million Maschinen weltweit ausgeliefert werden, bei denen eine Anbindung an SAP-Systeme zu deutlichen Effizienzsteigerungen führen würde", sagt Thomas May, Vorstandsmitglied beim Automatisierungs-Spezialisten ifm electronic in Essen. Doch weil geeignete Applikationen für das Internet of Things (IoT) fehlen, seien 95 % der von Sensoren erzeugten Daten für IT-Systeme nicht verfügbar. Das soll sich durch den Connectivity Port ändern, den ifm zusammen mit dem Softwarehersteller SAP entwickelt hat. Mit ihm lassen sich Daten aus Maschinen ohne großen Installationsaufwand aufnehmen und an Systeme von Softwarehersteller SAP weitergeben. Umgekehrt funktioniert die Verbindung ebenfalls, die SAP-Anwendung kann Informationen an die Maschinen übermitteln. Eine Reprogrammierung ist nicht nötig, die Anbindung an die Steuerung oder auch direkt an den Sensor muss nur konfiguriert werden.

"Mit ifm haben wir den Partner für offene Automatisierungstechniken wie I/O-Link gewonnen", sagt Tanja Rückert, Executive Vice President für die Business Unit IoT & Digital Supply Chain bei SAP. "Sensoren sind die einzige Informationsquelle in den Werkshallen. Die Kombination von Geschäftslogik und Maschinendaten eröffnet Möglichkeiten, viele Geschäftsprozesse komplett neu zu denken und zu optimieren." Informationen aus der Produktion könnten damit echtzeitnah verarbeitet werden.

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