Augmented & Virtual Reality

MPEG spezifiziert den Standard für VR-Streaming

Das Standardisierungsgremium MPEG hat einen Standard für das Streaming von Virtual Reality-Inhalten erarbeitet. Ziele sind ein breiteres Angebot und höhere Bildauflösung.

10.11.2017
Quelle: Shutterstock

"Omnidirectional media format", kurz OMAF , heißt der Standard, den das MPEG-Gremium international für die Speicherung und Übertragung von Virtual Reality-Inhalten etablieren möchte.

Im Oktober haben die Mitglieder des Gremiums den Standard technisch finalisiert, Anfang 2018 soll er veröffentlicht werden. Der Standard könnte ein breiteres Angebot an VR-Anwendungen und Kompatibilität über mehrere Gerätetypen hinweg ermöglichen.

Ein Kernaspekt bei der Erarbeitung des OMAF-Standards war die bessere Auflösung von 360-Grad-Videos. Dafür sorgen soll die Technologie HEVC Tile Based Streaming vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik (HHI). Sie teilt das gesamte 360-Grad-Video in Kacheln auf, die unabhängig voneinander codiert werden. Bei der Wiedergabe baut das Endgerät das Bild dann nur aus den Kacheln auf, die entsprechend der Blickrichtung des Nutzers gerade benötigt werden.

Der OMAF-Standard steht in einer Reihe mit weiteren Bemühungen, Standards für Virtual Reality-Inhalte zu entwickeln. Das Industriekonsortium Khronos etwa hat im Februar dieses Jahres OpenXR als Standard für die Programmierschnittstellen von VR-Systemen in Angriff genommen.

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