Smart Home

Mord im Whirlpool: Der digitale Butler war Zeuge

Die Ermittlungsbehörden von Bentonville interessieren sich für ein Amazon-Echo-Gerät, das Zeuge eines Mordfalls war und vielleicht aufschlussreiche Hinweise aufgezeichnet hat.

18.01.2017
Amazon Echo
Amazons "digitaler Butler" Echo könnte helfen, einen Mord aufzuklären. (Photo: Amazon)

Amazons "digitaler Butler" Echo schaltet seine Mikrofone und den Online-Dienst Alexa auf Empfang, wenn bestimmte Aktivierungswörter fallen. Nun könnte die Funktion dabei helfen, einen Mord aufzuklären. Wie das Online-Magazin The Information berichtet, hat die Polizei im US-amerikanischen Bundesstaat Arkansas von Amazon die Herausgabe von Audioaufzeichnungen eines seiner Echo-Lautsprecher gefordert. Das Unternehmen lehnte dies jedoch ab – wie auch der Beschuldigte selbst. Im November 2015 war in seinem Whirlpool ein Mann tot aufgefunden worden. Der Echo-Lautsprecher war in jener Nacht genutzt worden. Er könnte, so die Hoffnung der Polizei, Daten oder Gespräche "mitgehört" haben, die Aufschluss über die Tat geben könnten.

Mit Alexa einen Mord aufklären zu wollen, ist einerseits eine clevere Idee. Gleichzeitig häufen sich aber auch Warnungen der Verbraucherzentralen vor "Wanzen im eigenen Heim" . Andrea Voßhoff, Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), hatte bereits im Oktober 2016 zur Echo-Einführung gegenüber dem Berliner Tagesspiegel zu Vorsicht geraten und vor einer "Rund-um-die-Uhr-Überwachung" gewarnt.

Smart Home Internet of Things RSS Feed abonnieren