Automotive & Mobility

Mobileye bleibt ganz bei Intel

Es ist das größte Übernahmegeschäft der israelischen Hightech-Branche: 15,3 Milliarden US-Dollar (rund 14 Milliarden Euro) will der Chiphersteller Intel für Mobileye zahlen.

16.03.2017
Mobileye Intel
Mobileye bleibt ganz bei Intel. (Quelle: Intel)

Das ist mit 63,54 US-Dollar pro Aktie deutlich mehr als der Börsenschluss vom vergangenen Freitag hergegeben hätte. Angesichts des überraschenden Deals beruhigten die Gründer Ziv Aviram und Amnon Shashua ihre Mitarbeiter , Mobileye werde nicht in die Automated Driving Group integriert, sondern im Gegenteil: die ADG in Mobileye. Das junge Jerusalemer Unternehmen ist der führende Spezialist für Fahrerassistenzsysteme, genauer: für die optische, KI-gestützte Umgebungserkennung und arbeitet seit 2016 eng mit Intel sowie mit dem bayerischen Automobilbauer BMW zusammen. Das Trio hat sich die Serienproduktion hoch- und vollautomatisierter Fahrzeuge bis 2021 vorgenommen; erste Tests sollen bereits in diesem Jahr stattfinden. Zuvor war Mobileye an den Tesla-Modellen von Elon Musk beteiligt, diese Kooperation kündigten die Israelis nach dem tödlichen Unfall Anfang Mai jedoch auf.

Für Intel, das den Einstieg ins Smartphone-Chipgeschäft verfehlt hatte, ist das sich rekordschnell entwickelnde Segment Automotive eine entscheidende Chance, weshalb die Kalifornier bereit sind, viel Geld in die Hand zu nehmen. Bereits 2016 hat Intel das Startup Nervana erworben, das nun die Grundlage für die Intel GO In-Vehicle Development Platform for Automated Driving bildet.

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