CEBIT News

Mit vollem Kalender nach Hause

SCALE11: Gestern hat Oliver Frese die erweiterte Startup-Plattform Scale11 auf der CeBIT 2016 im Rainmaking-Loft in Berlin vorgestellt.

01.10.2015
startup_pk

Von der Decke hängen Kabel, gestylte Paletten schmücken die Wände, in der Ecke steht die obligatorische Tischtennisplatte: Das Rainmaking-Loft in Berlin versprüht eine lässige, kreative Aura. Hier arbeiten junge Gründerinnen und Gründer gemeinsam an ihren Geschäftsmodellen. Der ideale Ort, um die erweiterte Startup-Plattform Scale11 auf der CeBIT 2016 vorzustellen.

"Startups sind die Schnellboote der deutschen Wirtschaft. Wir bringen diese mit den großen Tankern und Investoren zusammen", sagte CeBIT-Vorstand Oliver Frese. Das Ziel: "Wir wollen, das Startups mit einem vollen Kalender von der Scale11 nach Hause gehen". Bei der Premiere in diesem Jahr hat das schonmal gut geklappt, wie Sven Zuschlag von smapone aus Dresden bestätigt. Das Unternehmen bietet eine Plattform für Business-Apps: "Wir arbeiten immer noch die Leads von März ab. Das hat für uns super funktioniert." Auch für Gründerin Julia Kasper von Holzgespür aus dem rheinland-pfälzischen Rhens war der Messeauftritt so gut, dass sie 2016 wieder dabei sein will. Das Unternehmen stellt individuelle Holzmöbel her, die Kunden online mit viel Spaß konfigurieren können. "Wir wollten eigentlich nur Werbung und Aufmerksamkeit, haben aber direkt hier ein paar Tische verkauft", betonte Kasper, immer noch sichtlich erstaunt.

Eine Frau als Unternehmerin, das sieht Staatsekretärin Brigitte Zypries aus dem Bundeswirtschaftsministerium gerne. Sie veranstaltet regelmäßig ein Gründerinnenfrühstück in Berlin, hat eine Initiative für Gründerinnen gestartet. "Wir haben in den letzten Jahren für Startups in Deutschland viel erreicht, was man unter anderem in Berlin sehen kann", sagte Zypries. "Unsere deutsche Industrie braucht diese frischen Ideen."

Florian Nöll vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. bestätigt diese Einschätzung: "Die Etablierten können von uns Schnellbooten schon noch einiges lernen." Er unterstrich die Bedeutung von Startups für die Gesamtwirtschaft. Jedes Jungunternehmen schaffe im Schnitt 17 Arbeitsplätze, 100.000 seien allein in den letzten Jahren entstanden. Auch in Unternehmen wie Linguwerk. Die Dresdner haben den kleinsten Spracherkenner der Welt entwickelt – und unter anderem in ein sympathisches Spielzeug namens Lingofino gepackt. Vorschulkinder sollen im Dialog mit dem Stofftier leichter sprechen lernen können. Das Technologieunternehmen wird 2016 wieder dabei sein. Ebenso wie Ampion. Der "Katalysator" für junge Unternehmen in Afrika baut seine Präsenz in der Startup-Halle ebenfalls aus.

Scale11 wird dann aus fünf Bausteinen bestehen: der Ausstellung, eine Konferenz, Events, Workshops und den begehrten Pitch-Veranstaltungen. Allein 250 Venture-Capital-Investoren erwartet die Messe in Hannover. "Startups sollen ihre Geschäftsmodelle unter Realbedingungen mit potenziellen Kunden und Geldgebern testen können", so Messe-Vorstand Frese.

Das Motto: Ran an die Zielgruppe – und raus aus den kuscheligen Coworking-Spaces. Wer das Rainmaking-Loft in Berlin erlebt weiß, dass das nicht unbedingt leicht fällt...

CEBIT News RSS Feed abonnieren