Startups

Mit Social Intranet zu langfristigen Geschäftserfolgen?

Viele Startups haben sich in letzter Zeit etabliert. Wie hilft die firmeninternen Vernetzung bei Zusammenarbeit und Kommunikation?

22.11.2016 Lutz Hirsch
Intranet-teaser
Internationale Kommunikation mit dem sozialen Intranet? (Foto: Eyo)

Die Startup- und Kreativ-Branchen sind Paradebeispiele für die Digitalisierung in Deutschland. Nicht nur, dass ihre Geschäftsmodelle meist von Haus aus digital sind. Das Gleiche gilt auch für die Arbeitsweise in jungen Unternehmen und Kreativagenturen. Wo große Unternehmen aus traditionellen Branchen bei digitaler, standort- und geräteübergreifender Echtzeitkommunikation oft noch hinterherhinken, gehört dies für Kreative und Mitarbeiter in Startups zum Alltag. Geht es um schnelle, einfache Projektsteuerung oder Dokumentenablage, so wissen sich viele Entscheider in der Startup- und Kreativbranche mit Tools aus der Cloud zu helfen. Doch wie steht es um die interne Vernetzung in jungen Unternehmen?

Die Antwort ist so einfach wie eindeutig: Es gibt noch eine Menge zu tun. Je rasanter ein Unternehmen wächst, desto wichtiger wird es den internen Informations- und Wissenstransfer gezielt zu fördern und zu orchestrieren. Warum das so ist? Viele Startups und Agenturen zeichnen sich durch ein schnelles Wachstum aus. Um der Konkurrenz aber immer einen Schritt voraus zu sein, braucht es digitale Instrumente für Kommunikation und Zusammenarbeit. Sie helfen dabei, produktiver und effizienter zu arbeiten und Innovationen voranzutreiben. Ein Social Intranet beinhaltet genau diese Tools und kann Unternehmen bei den folgenden Aufgaben unterstützen:

Mitarbeiterintegration und interne Vernetzung

Wer schnell wächst, braucht schnell neue, qualifizierte Mitarbeiter. Sie zu finden und langfristig ans Unternehmen zu binden ist die eigentliche Kunst. Kickertische, Bürohunde, flexible Arbeitszeiten und Feel-Good-Manager helfen dabei. Ab einer bestimmten Größe – zum Beispiel bei mehr als 100 Mitarbeitern – schafft ein Social Intranet durch Mitarbeiterprofile Übersicht und fördert Kommunikation und Zusammenarbeit. Auch für die Zusammenstellung von Projektteams sind Mitarbeiterprofile relevant. Dadurch, dass sie darüber informieren, welcher Mitarbeiter für was zuständig ist und welche Fähigkeiten und Kompetenzen er besitzt, bilden sie eine Art "Kompetenzdatenbank".

Nachvollziehbarere Kommunikationswege

Während der eine Mitarbeiter Slack nutzt, chattet der andere über Skype und der nächste schreibt über Whatsapp. Es droht die Entstehung einer Schatten-IT - der Albtraum eines jeden IT-Administrators. Ein Social Intranet schafft Abhilfe. Es ermöglicht zum einen eine Top-Down-Kommunikation, die auch bei flachen Hierarchien teils nötig ist, um offizielle Mitteilungen zu verbreiten. Zum anderen macht es auch eine Bottom-Up- und auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnittene Kommunikation möglich. Mit Facebook vergleichbare Newsfeeds, Slack-ähnliche Business-Chats, mobile Apps für Nachrichten von unterwegs und Video Calls sind längst Teil moderner Social Intranet Software.

Nachhaltige Wissensbereitstellung und Wachstumstreiber

Social Intranet
(Grafik: Hirschtech)

Je größer ein Unternehmen wird, desto wichtiger ist sie: die nachhaltige Wissensbereitstellung als Teildisziplin der Kommunikation. Dazu gehört zum Beispiel ein Unternehmens-Wiki als Social-Intranet-Bestandteil. Es bündelt Expertenwissen und erleichtert Mitarbeitern, speziell neuen, die Einarbeitung in Themen und Projekte. Das Social Intranet ist damit für jeden Mitarbeiter die zentrale Plattform für den schnellen und unkomplizierten Zugriff auf relevante Informationen und Dateien. Und mehr noch: Indem es hilft, die Einarbeitungszeiten neuer Mitarbeiter drastisch zu reduzieren, arbeiten diese auch schneller wertschöpfend. Zudem können sie selbst andere, neue Mitarbeiter in kürzester Zeit an Bord bringen. Damit ist das Social Intranet auch ein Wachstumstreiber.

Festlegung klarer Strukturen und Prozesse

In der Gründungsphase und den Anfangsjahren eines Startups oder einer Agentur ist bzw. fühlt sich oft jeder für alles zuständig. Ab einer gewissen Größe funktioniert das nicht mehr. Entscheider müssen Aufgaben delegieren, Mitarbeiter Verantwortung übernehmen. Das Social Intranet hilft dabei, Verantwortungsbereiche festzulegen, eine klare Aufgabenstruktur zu definieren und komplexe Arbeitsprozesse abzubilden.

Zudem sind Social Intranets heute nicht länger ein hoher Kostenfaktor. Ganz im Gegenteil: Sie sind erschwinglich. Die Einführung moderner Plattformen wie Bitrix24, coyo, Just Social, Intrexx Share oder Xelos ist keineswegs mit den enormen Kosten traditioneller Intranets zu vergleichen. Außerdem passen sich diese innovativen Social Intranets genau an die Bedürfnisse von Unternehmen der Startup- und Kreativbranche in einer digitalisierten Welt an.

Was auf jeden Fall fest steht: Zwar mögen Kickertische und Hängematten zunächst einen etwas anderen Eindruck vermitteln. Aber ab einer bestimmten Unternehmensgröße werden auch Startups und Agenturen zu "ganz normalen" Wirtschaftsbetrieben. Ein richtig eingeführtes Social Intranet kann dabei helfen, die notwendigen Strukturen für ein kontinuierliches Unternehmenswachstum und langfristigen Geschäftserfolg zu schaffen.

Startups Digitale Transformation RSS Feed abonnieren