Artificial Intelligence

Mit KI-Box am Rollator kann nichts mehr schief gehen

Hippe Zukunftstechnologie und Gehhilfen – was auf den ersten Blick kaum zusammenpasst, ist Gegenstand eines neuen DFKI-Projekts: Ein intelligentes System zur Sturzprävention soll Senioren sicherer machen.

10.03.2017
Digital Health Rollatoren Senioren
Ein intelligentes System zur Sturzprävention soll Senioren sicherer machen. (Foto: TOPRO GmbH und DFKI GmbH/Christian Mandel)

"Die Verwendung von Gehhilfeassistenten ist für viele Menschen eine Voraussetzung für ein aktives und unabhängiges Leben – doch ihre Nutzung birgt auch Gefahren", schreibt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Risiken liegen zum einen in Haltungsfehlern, zum anderen darin, dass manche Senioren aufgrund kognitiver Einschränkungen nicht mehr in der Lage sind, sich die korrekte Haltung langfristig einzuprägen. Ein Sturz aber kann gerade im Alter böse Folgen haben. Hier setzt ModESt an. Das "Rollator-Modul zur Haltungs-Erkennung und Sturz-Prävention" wird in Form einer leichten Elektronikbox an der Mobilitätshilfe befestigt. Das intelligente Gerät überprüft, wie der Benutzer im Verhältnis zur Gehhilfe steht, und bewertet seinen Befund. Eine "intuitive, dezente Rückmeldung" soll dann bei der Korrektur von erkannten Haltungsfehlern helfen.

Generell ist die Gesundheitsbranche einer der extrem IT-affinen Entwicklungsbereiche, der dabei große Hoffnungen auf künstliche Intelligenz setzt. Derzeit laufen zahlreiche weitere Forschungsvorhaben, wie etwa die Entwicklung einer Software, die Molekularstrukturen mit Potenzial für die Medizin vorschlagen soll. Das Smart-Rollator-Device soll nach Abschluss der DFKI-Forschungen bei Kranken und älteren Menschen mit Haltungsproblemen eingesetzt werden. Das Ambient-Assisted-Living-Verbundprojekt wird vom Bundesforschungsministerium mit 912.000 Euro gefördert.

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