Parrot Bebop

Mini-Drohne mit 14-Megapixel-Kamera und Bildstabilisierung

Das französische Unternehmen Parrot hat nun die Mini-Drohne Bebop vorgestellt. Der Nachfolger der beliebten AR.Drone soll Hobby-Piloten vor allem durch seine Kameraqualitäten überzeugen.

12.05.2014
Parrot-Bebop_Mini-Drohne-mit-14-Megapixel-Kamera-1
Parrot Bebop: Mini-Drohne mit 14-Megapixel-Kamera und Bildstabilisierung

Parrot hat die erste AR.Drone bereits vor über vier Jahren auf der CES 2010 vorgestellt. Damals waren Drohnen im Privatgebrauch bei weitem noch nicht so verbreitet und beliebt wie heutzutage, und die Möglichkeit, die AR.Drone per iPhone-App zu steuern, brachte dem Gadget zusätzliche Sympathiepunkte ein.

Die AR.Drone verkaufte sich gut – und Parrot legte mit der AR.Drone 2.0 nach. Eine bessere Kamera und mehr Stabilität beim Fliegen im Freien sollten noch mehr Kunden dazu bewegen, rund 350 Euro in die Drohne zu investieren. Es folgten eine GPS-, Elite- und eine Power-Edition (Flugzeit pro Akkuladung 18 anstatt 12 Minuten) der AR.Drone 2.0, mit denen Parrot auf einige der Kritikpunkte reagierte – etwa die kurze Akkulaufzeit.

Parrot Bebop

Was alle bisherigen Modelle der Franzosen einte, war die Tatsache, dass sie eher als High-End-Spielzeuge, als als Drohnen für einzigartige Kameraaufnahmen wahrgenommen – und beworben – wurden. Das soll sich mit der Parrot Bebob ändern – wohl nicht zuletzt wegen DJI, der Konkurrenz aus China.

Und so verfügt die Parrot Bebop über eine 14-Megapixel-Kamera, die Aufnahmen in einem Winkel von bis zu 180 Grad (Fisheye) erstellen kann. Dennoch misst die AR.Drone 3.0 nur 28 x 32 x 3,6 Zentimeter und wiegt weniger als 500 Gramm.

Parrot-Bebop_Mini-Drohne-mit-14-Megapixel-Kamera_2

Die Bebop-Drohne kann zwar weiterhin über die WLAN-Verbindung 802.11ac) von Smartphones und Tablets per App gesteuert werden, aber ganz dem Vorbild von DJI folgend, bietet Parrot nun auch einen sogenannten Skycontroller an. Die Fernsteuerung verstärkt die WLAN-Verbindung, so dass eine Reichweite von bis zu zwei Kilometern möglich werden soll. Der Clou: Sogar VR-Brillen, wie die Oculus Rift , können so in das Flugerlebnis integriert werden.

Preise wurden indes noch keine bekanntgegeben. Die Parrot Bebop wird sich aber aller Wahrscheinlichkeit nach irgendwo zwischen den 350 Euro der AR.Drone 2.0 und den 1.000 Euro der DJI Phantom 2 Vision bewegen.

Ob Parrots Plan aufgeht, künftig mehr Foto- und Filmfreunde anzusprechen, bleibt abzuwarten. Die 14-Megapixel-Kamera der Bebop soll zwar nicht zuletzt dank der in Eigenregie entwickelten Bild- und Videostabilisierung herausragende Aufnahmen erstellen, aber was nützt das alles, wenn auch der dritten Drohnen-Generation von Parrot schon nach 12 Minuten die Puste ausgeht? Flugentfernungen von zwei Kilometern dürften in der Zeit auf jeden Fall nur schwer zu schaffen sein.

Unmanned Systems & Drones RSS Feed abonnieren