Artificial Intelligence

Menschen übersetzen besser als Maschinen

Noch ist der von Douglas Adams erdachte Babelfisch, der sich ins Ohr einsetzen lässt und alle Sprachen beherrscht, nicht gefunden. Bei einem Wettbewerb in Seoul gewannen vier leibhaftige Übersetzer gegen drei künstliche Intelligenzen.

07.03.2017
KI-gesteuerter Übersetzer
Können Maschinen eines Tages besser als Menschen übersetzen? (Foto: Shutterstock)

Wie Wired berichtet , veranstaltete die International Association of Professional Translators and Interpreters (IAPTI) im Februar in Südkorea einen Wettstreit, bei dem vier Menschen gegen KI-gestützte Übersetzungsprogramme von Google , Naver und Systran antraten. Sie sollten innerhalb von 50 Minuten zufällig ausgewählte literarische und nichtliterarische Texte ins Koreanische übersetzen und umgekehrt. Am Ende siegten die Menschen deutlich über die Maschinen. Ohne zu wissen, wessen Ergebnisse sie auf dem Tisch liegen hatten, vergaben zwei professionelle Übersetzer durchschnittlich 25 von 30 Punkten für die Texte der Menschen, während die künstliche Intelligenz zwischen 10 und 15 Punkten landete.

Das lag einerseits am Kontext, den die Maschinen nicht verstanden, sodass sie die Winograd Schema Challenge nicht bestanden hätten, andererseits an der Ausdrucksfähigkeit: 90 % der KI-Texte waren auffallend ungelenk konstruiert und "grammatically awkward". Es ist aber wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich das ändert. Immer mehr Unternehmen setzen auf NLP-Systeme (Natural Language Processing), die sich neue Sprachen sogar selbst beibringen können.

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