Internet of Things

Manche Smart Toys sind nicht smart genug

Mit Smart Toys sollen Kindern spielerisch in die digitale Welt einsteigen. Doch nicht alle dieser vernetzten Spielzeuge sind sicher; mit einem Prüfsiegel will der TÜV Rheinland Eltern künftig die Wahl erleichtern. Mattel zieht derweil ein umstrittenes Projekt zurück.

13.10.2017
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Quelle: TÜV Rheinland

"Wie vernetzte Spielkameraden Kinder aushorchen", titelte die Stiftung Warentest Ende August. Der Test offenbarte teils große Sicherheitslücken bei Smart Toys, die mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattet und mit dem Internet verbunden sind. So könnten Fremde ungesicherte Bluetooth-Verbindungen nutzen, um den Kindern - mit der Stimme des Spielzeugs - Nachrichten zu schicken, persönliche Daten gelangten zudem oft an Dritte. Prüfsiegel, wie sie der TÜV Rheinland entwickelt hat, sollen Käufern künftig signalisieren, welche Smart Toys frei von solchen Risiken sind. Bewertet wird dabei sowohl die Datenübertragung des Spielzeugs als auch der Umgang des Herstellers mit den Daten.

Wohl ebenfalls aus Datenschutzgründen gibt US-Spielzeughersteller Mattel seine Pläne für den auf KI basierenden Smart Home Hub "Aristotle" auf, wie das US-Technikportal "The Verge" berichtet. Aristotle sollte als vernetzter Lautsprecher plus Kamera Kinder vom Babyalter an begleiten und überwachen, ihnen Gute-Nacht-Geschichten erzählen, sie trösten und ihnen später als digitaler Assistent dienen und sogar das ABC beibringen. In den USA wurden bereits Unterschriften gegen Mattels digitale Nanny gesammelt und vor möglichen psychischen Schäden für die Kinder gewarnt.

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