Security

Malware wird teurer, aber nicht wichtiger

Mit Bad Rabbit rollt erneut eine Angriffswelle auf Unternehmen zu. Betroffen ist vor allem Osteuropa, aber auch aus Deutschland werden bereits Fälle gemeldet. Trotzdem räumen Entscheider der IT-Sicherheit nicht höchste Priorität ein.

09.11.2017
Quelle: Shutterstock
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Ransomware, Trojaner und andere Malware können enormen Schaden anrichten. Heise online nennt ein aktuelles Beispiel: Wie aus dem Quartalsbericht von Merck hervorgeht, musste der Pharmariese rund 240 Millionen US-Dollar dafür aufwenden, um den selbst hergestellten Impfstoff Gardasil von der US-Gesundheitsbehörde zurückzukaufen.

Der Grund: Anders konnte Merck die Nachfrage nicht bedienen, weil der Trojaner NotPetya im vergangenen Sommer gewütet und zu schweren Produktionsausfällen geführt hatte. Bei Maersk hat der Stillstand auf den Containerterminals vermutlich 200 bis 300 Millionen US-Dollar Schaden angerichtet.

Bad Rabbit sorgt nun erneut für Aufregung. Im Fokus der Ransomware steht zwar Osteuropa – die meisten Fälle wurden zunächst aus Russland und der Ukraine gemeldet, berichtet die Beratung EY – doch hat sich schon bei NotPetya gezeigt, dass der zunächst lokale Angriff schnell zu einem internationalen Problem werden kann. Die Berater empfehlen Unternehmen und Institutionen, Datenverbindungen ins Ausland scharf im Auge zu behalten.

Angesichts dessen sind die Ergebnisse einer Umfrage des US-amerikanischen IT-Dienstleisters Fortinet höchst erstaunlich. Demnach gab fast die Hälfte der 1801 weltweit befragten IT-Entscheider an, dass Cyber Security nicht zu den Top-Prioritäten ihres Managements zähle. Das klingt nach einem Spiel mit dem Feuer. Denn erfahrungsgemäß dauert es bis zum nächsten Angriff einer neuen Schadsoftware nicht lange.

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