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Lässt sich Humanität digitalisieren?

Europa steht vor großen Herausforderungen, Lösungen für die Flüchtlingskrise werden dringend gesucht. Inwieweit Informationstechnologie Antworten auf humanitäre Fragen geben kann, zeigt das Bundesministerium des Innern (BMI) auf der CeBIT 2016 anhand von drei Projekten.

15.03.2016
BMI

Das umfangreiche Aufgabenspektrum des BMI reicht von der Gewährleistung der Inneren Sicherheit, über die Ausländer- und Asylpolitik, den Öffentlichen Dienst, die Modernisierung der Verwaltung und das Verfassungsrecht bis hin zum Sport. Bei der Bewältigung der Aufgaben setzt das BMI verstärkt auf modernste Informationstechnologien und entwickelt mit dem IT-Planungsrat als zentralem Gremium föderale IT-Infrastrukturen in Deutschland. Als Reaktion auf die aktuelle Flüchtlingskrise stellt das BMI am CeBIT-Stand des IT-Planungsrates das Koordinierungsprojekt "Digitalisierung des Asylverfahrens" vor, mit dem Bund und Länder unter Federführung des BMI die Umsetzung eines medienbruchfreien Asylverfahrens realisieren. Die CeBIT-Besucher können sich über das Personalisierungssystem zur Registrierung von Schutzsuchenden und die Verfahren zur Ausstellung des Ankunftsnachweises informieren. Auch der Datenabruf aus dem Kerndatensystem wird demonstriert.

Auf dem CeBIT-Stand des BMI stellt sich zudem Deutschlands größte gemeinnützige Online-Spendenplattform betterplace.org vor, die mit zusammen-für-flüchtlinge.de eine vom BMI geförderte, zentrale Online-Plattform für soziale Initiativen in der Flüchtlingshilfe geschaffen hat. Die Unterstützung von Hilfsprojekten bei der Suche nach Geld- und Zeitspenden durch das Team von betterplace.org ist kostenlos, zudem wird garantiert, dass die Spenden komplett an die projekttragenden Organisationen gehen.

Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert sich auf dem CeBIT-Stand des BMI mit einem wertvollen Beitrag zur Koordination der Flüchtlingshilfe. Gezeigt wird der ZKI-Service für Bundesbehörden (ZKI-DE), der zum Beispiel aus Satellitendaten schnell und automatisch Hochwasserinformationen ableiten und visualisieren kann. Da die Satellitendatenanalyse nach Bedarf erfolgt, kann sie auch für humanitäre Fragestellungen verwendet werden, wie aktuell in der Flüchtlingskrise.

Bundesministerium des Innern (D-10577 Berlin), Halle 7, Stand A58

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