Research & Innovation

Künstliche Synapsen sollen KI auf die Sprünge helfen

Das Gehirn eines Erwachsenen verfügt über etwa 100 Billionen Synapsen, die die Nervenzellen miteinander vernetzen. Französische Wissenschaftler haben sich dieses Modell nun zum Vorbild genommen, um das maschinelle Lernen zu verbessern.

26.04.2017
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Französische Wissenschaftler haben sich das menschliche Gehirn zum Vorbild genommen, um das maschinelle Lernen zu verbessern.

Das Netzwerk der Synapsen im menschlichen Gehirn ist permanent am Kommunizieren, um die Signale der Neuronen zu übertragen. Je stärker die Verbindung zwischen zwei Nervenzellen durch die elektrische Stimulation der Synapsen wird, desto besser lernt der Mensch. Ein Forschungsteam aus Frankreich hat nun eine künstliche Synapse entwickelt, die nach Angaben der Wissenschaftler in der Lage ist, autonom zu lernen. Sie besteht aus einem Nanobauelement mit einer Beschichtung aus ferroelektrischem Material zwischen zwei Elektroden. Das Konzept ist ähnlich wie in der Natur: Durch elektrische Impulse kann der Widerstand der künstlichen Synapse angepasst werden. Damit könnte ein Netzwerk von künstlichen Synapsen aufgebaut werden, das zeit- und energiesparender und damit intelligenter lernt.

Das Übertragen von Phänomenen aus der Natur auf Technik, die sogenannte Bionik, ist nicht neu. Immer mehr Forscher machen sich jedoch an die Aufgabe, Funktionen der "Schaltzentrale" des Menschen, des Gehirns, nachzubauen. Schwedische Wissenschaftler stellten kürzlich den Prototyp einer künstlichen Synapse vor, die defekte Nervenverbindungen künstlich wiederherstellen soll. Auch US-amerikanische Forscher wollen mit elektrochemischen Schaltmodulen Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine entwickeln.

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