Artificial Intelligence

Künstliche Intelligenz kennt jede Versicherungsklausel

Die japanische Versicherungsgesellschaft Fukoku Mutual Life Insurance will rund ein Drittel ihrer 131 Mitarbeiter in der Abteilung Schadensbemessung durch ein KI-System auf Basis von IBM Watson ersetzen.

27.01.2017
Big-Data-01
Künstliche Intelligenz kennt jede Versicherungsklausel

Die künstliche Intelligenz soll Rezepte, Krankengeschichten und Daten etwa zur Dauer von Krankenhausaufenthalten auswerten und damit die Höhe der fälligen Zahlungen berechnen. Dabei soll es auch individuelle Klauseln in den Versicherungsverträgen berücksichtigen können. The Mainichi zufolge geht es um eine Größenordnung von rund 132.000 Abrechnungen, wie sie im Fiskaljahr 2015 angefallen sind. Die letzte Entscheidung über eine Auszahlung soll jedoch immer bei den verbleibenden Mitarbeitern liegen; die KI soll lediglich die Vorarbeiten effizienter machen.

Die Versicherung rechnet mit Kosten von rund 200 Millionen Yen (rund 1,6 Millionen Euro) für die Einrichtung der Maschine, dazu sollen jährliche Betriebskosten von etwa 15 Millionen Yen (rund 120.000 Euro) kommen. Die Einsparungen bei den Personalkosten sollen sich dagegen auf etwa 140 Millionen Yen belaufen (rund 1,1 Millionen Euro).

Fukoku ist nicht die erste japanische Versicherung, die auf ein KI-System setzt. Bei Konkurrenten wie Dai-ichi Life Insurance oder Nippon Life Insurance wurden jedoch keine Entlassungen bekannt.

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