Security

Krankenhäuser stärken ihr IT-Immunsystem

Hackerangriffe auf Krankenhäuser mit teilweise tagelangen Störungen des gesamten Klinikbetriebs haben gezeigt, dass die IT-Sicherheit im Gesundheitswesen erheblichen Nachbesserungsbedarf hat.

16.03.2017
Thin-Client-Konzept Visitenwagen Krankenhaus
Krankenhäuser stärken ihr IT-Immunsystem.

Mit der IT-Sicherheit in Krankenhäusern steht es nicht immer zum Besten. Das haben 2016 die Beispiele in Kleve, Kalkar und andernorts gezeigt. Zuletzt hatte im Lukaskrankenhaus in Neuss ein geöffneter E-Mail-Anhang das hauseigene Netz mit einem Virus infiziert. Die Klinik musste das komplette System herunterfahren und Operationen verschieben. Einer Rochus-Mummert-Umfrage zufolge haben deshalb 82 % der Häuser ihre IT-Sicherheit auf den Prüfstand gestellt. Ein neuer Fall zeigt jetzt, dass nicht nur Patientendaten und die Verwaltung in vielen Krankenhäusern verwundbar sind. White Hats des Projekts Internetwache.org konnten sich in die komplette Haustechnik der Schweizer Klinik Gut in Fläsch einklinken. Die Hacker spürten die Sicherheitslücke auf, um das Krankenhaus zu warnen.

Bereits die Vorfälle 2016 haben deutlich gemacht, dass mit dem neuen IT-Sicherheitsgesetz die rechtlichen Vorgaben für kritische Infrastrukturen zu Recht erheblich verschärft wurden. Welche Vorgaben Krankenhäuser konkret zu erfüllen haben, soll nun eine noch in Vorbereitung befindliche Rechtsverordnung zur Umsetzung des IT-Sicherheitsgesetzes im Gesundheitswesen regeln.

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