Security

"Klein aber Hannah" gibt Tipps gegen Cybermobbing

Hassreden und Diskriminierung im Netz nehmen zu. Eine Reihe von Initiativen entwickelt daher Mentorenprogramme, die Jugendliche beim Umgang mit Cybermobbing helfen sollen. Google schickt zu diesem Zweck sogar erfolgreiche YouTuber an die Schulen.

26.05.2017
Eurobarometer-Hasskommentare
Um Jugendlichen bei Cybermobbing zu helfen schickt Google YouTuber an Schulen. (Grafik: Europäische Union)

Hassreden im Internet – auch Erwachsene wissen oft nicht, wie sie damit umgehen sollen. Bei Kindern und Jugendlichen hat das Cybermobbing sogar schon Leben gekostet. Drei von vier Internetnutzern sind laut der regelmäßig durchgeführten Umfrage Eurobarometer der Europäischen Kommission schon mit Hasskommentaren und Drohungen im Netz in Berührung gekommen.

Anti-Mobbing-Trainings wie das von der Techniker Krankenkasse entwickelte Projekt Gemeinsam Klasse sein! sensibilisieren Schülerinnen und Schüler für die Folgen von digitalem Mobbing. Bei den Trainings lernen die Jugendlichen, sich für einen zivilisierten Umgang miteinander zu engagieren und Hassreden entgegenzutreten. Auch die Medienpädagogen des gemeinnützigen Mentorenprogramms Digitale Helden setzen sich gegen Cybermobbing ein. Bundesweit haben sie bislang an rund 40 Schulen über 1.000 Mädchen und Jungen aus den 9. und 10. Klassen zu Mentoren ausgebildet. Die Schüler lernen, wie sie auf Hass im Netz besser reagieren können und worauf es rechtlich ankommt. Dieses Wissen geben sie an ihre jüngeren Mitschüler weiter.

Tipps und Tricks bekommen die Schüler während solcher Aktionstage sogar von bekannten YouTubern wie Hannah Thalhammer alias Klein aber Hannah . Google, selbstredend interessiert daran, Mobbing vom hauseigenen YouTube-Kanal fernzuhalten, bietet inzwischen eigene Unterrichtsmodule für Lehrer an: Die #NichtEgal-Workshops sind als Mentorentrainings und Aktionstage konzipiert.

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