Artificial Intelligence

KI übernimmt das Steuer bei der Steuer

Eine neue Studie hat untersucht, wie künstliche Intelligenz bei der Steuer behilflich sein könnte. Große Potenziale werden unter anderem bei der Lohn- und Umsatzsteuer sowie beim Zoll gesehen.

23.10.2017
Quelle: Shutterstock.com

Die Steuerberatung WTS und das DFKI (Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz) haben in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern aus der Industrie untersucht, welche KI-Schlüsseltechnologien Aufgaben im Steuerbereich unterstützen oder automatisieren können. Besonders gut eignet sich KI demnach, wenn komplexe Routineaufgaben ausgeführt und große Informationsmengen ausgewertet werden sollen. Beispiele sind die korrekte steuerliche Beurteilung von Sachzuwendungen oder die umsatzsteuerliche Rechnungsprüfung.

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KI-Systeme werden Aufgaben übernehmen, die geringe soziale Intelligenz, Kreativität und Umgebungsinteraktion erfordern, prognostiziert Prof. Dr. Peter Fettke , wissenschaftlicher Leiter der Studie beim DFKI. Dagegen sei es in der steuerlichen Gestaltungs- und Durchsetzungsberatung aktuell nicht vorstellbar, dass diese durch intelligente Steuerlösungen ersetzt wird. Steuerberatung wird also weiterhin ein Bedarfsberuf sein.

Andererseits dürfte künstliche Intelligenz beim Fiskus nicht gerade dazu beitragen, das Vertrauen der Bürger in die Behördenentscheidungen zu stärken. Wie die Digitalagentur Syzygy herausgefunden hat, denkt bereits fast jeder vierte Deutsche mit Furcht an die Folgen von KI. Für 16 % steht dabei die Sorge um fehlende Kontrolle im Vordergrund.

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