Artificial Intelligence

KI soll Menschen mit Behinderung helfen

Laut einer Studie von Microsoft sehen nur wenige der Befragten positive Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Gesellschaft. Anders sei das hingegen bei Menschen mit Behinderung – hier soll es viel Potenzial für Unterstützung geben.

13.10.2017 Quelle: funkschau Stefan Adelmann
12_Roboter-bessere-Menschen_iStock_000019738831_Large

Microsoft hat eine repräsentative Studie zu künstlicher Intelligenz durchgeführt und wie dpa berichtet, zeigt das Ergebnis nur eine eingeschränkte Euphorie unter den Deutschen für die zukunftsweisende Technologie. Demnach gab nur ein Viertel der Befragten an, dass sie einen positiven Einfluss von KI auf die Gesellschaft erwarten. Anders soll das bei Menschen mit Behinderung sein. Hier gehen 89 Prozent der Teilnehmer davon aus, dass KI einen maßgeblichen Beitrag leisten kann. "Das zeigt, wie wichtig es ist, künstliche Intelligenz nicht im stillen Kämmerlein zu entwickeln", sagt Microsoft-Managerin Astrid Aupperle.

Als Beipsiel nannte der Software-Konzern die Anwendung "Seeing AI", die Blinden helfen soll. Die App teilt demnach dem Nutzer per Sprache mit, was konkret in der Umgebung zu sehen ist. Darüber hinaus könnten Lösungen wie "Emma Watch" vielen Menschen helfen. Das Armband wurde von Microsoft-Entwicklerin Haiyan Zhang für die Grafik-Designerin Emma Lawton entwickelt, die an Parkinson erkrankt ist. Es steuert dem durch die Krankheit ausgelösten Zittern der Hand so entgegen, dass die Trägerin wieder mit einem Stift zeichnen kann.

Thomas Langkabel von Microsoft geht davon aus, dass die "barrierefreie Technologie" weltweit mehr als eine Milliarde Menschen helfen könnte. Daher wolle der Software-Anbieter künftig bei der Entwicklung von Produktivitätswerkzeugen generell die Barrierefreiheit von Beginn an mit berücksichtigen.

Artificial Intelligence RSS Feed abonnieren