Artificial Intelligence

KI hilft, die Produktion sicherer zu machen

Nobody is perfect – aber Mensch und Maschine gemeinsam können die Fehlerquote bei Fertigungsarbeiten zumindest minimieren. Helfen soll dabei ein mobiles KI-System, das Hitachi und das DFKI gemeinsam entwickelt haben.

14.03.2017
KI Software Artificial brain
KI hilft, die Produktion sicherer zu machen

Die neue Technologie erfasst Arbeitsabläufe mithilfe von tragbaren Geräten in Echtzeit. Die Gegenstände, die jeweils im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, etwa eine Schraube, werden mittels einer Eyetracking-Brille erkannt. Dabei kommen Deep-Learning-Methoden zum Einsatz. Grundlegende Handlungen werden den Herstellern zufolge durch am Handgelenk getragene Sensoren erfasst: "Die Daten werden aus Richtungs-, Beschleunigungs- und Rotationssignalen sowie elektrischen Signalen der Muskelkontraktion extrahiert." Das System verbindet die beiden Methoden zu einer hierarchischen Aktivitätserkennung, sodass auch Handlungen wie das "Verdrehen der Schraube" erkannt werden.

Ziel der Entwicklungsarbeit von Hitachi und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz ist es, den Menschen bei anspruchsvollen Tätigkeiten in der Fertigung zu unterstützen. So sollen Fehler vermieden und die Qualität und Effizienz gesteigert werden. Das System soll nun im industriellen Einsatz weiterentwickelt werden, um Arbeitsprozesse zu optimieren, bei denen Assistenz und Fehlererkennung besonders erforderlich sind. Auf der CeBIT 2017 wird erstmals ein Prototyp des Systems vorgestellt (Halle 4, A38/70) .

Die Wirtschaft setzt generell große Erwartungen in neue Technologien aus dem KI-Sektor. Allein der Markt für Cognitive Computing soll dem Bitkom zufolge bis 2020 auf 13 Milliarden Euro wachsen . Ein Jahr später wollen Mobileye, BMW und Intel bereits selbstfahrende Autos auf die Straße bringen. Zuletzt hat die Übernahme des israelischen AI-Startups durch den großen Chiphersteller deutlich gemacht, dass sich Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern dürften.

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