Startups

Junge Unternehmen bieten Jobs für Junge

In Stellenanzeigen annoncieren Startups meist die neue Arbeit: selbstständig und mit viel Eigenverantwortung. Das Team ist international, dynamisch – und jung. Genau das könnte am Ende aber diskriminierend sein.

21.04.2017
Startups Altersdiskriminierung Arbeiten
In Stellenanzeigen annoncieren Startups meist die neue Arbeit: selbstständig und mit viel Eigenverantwortung. (Quelle: Joblift)

Die Metasuchmaschine Joblift hat rund 56.000 Stellenanzeigen, die 2016 von deutschen Jungunternehmen veröffentlicht wurden, analysiert . Am häufigsten wiesen die Firmen darin auf ihre Internationalität hin. Viele bezeichneten sich darüber hinaus als "jung", "dynamisch" und "innovativ". Beim Adjektiv "jung", vor allem im Hinblick auf die Teamzusammensetzung, sei jedoch Vorsicht geboten: Die Verwendung des Begriffs könnte, wie seit 2006 im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verankert, bereits als Altersdiskriminierung aufgefasst werden. 7185 Unternehmen beschrieben sich zudem – trotz ihrer meist erst kurzen Lebensdauer – als führend in ihrem Segment.

Auf der Wunschliste der Mitarbeitereigenschaften stehen bei den Startups vor allem Selbstständigkeit, kommunikatives Geschick, analytische Fähigkeiten und Engagement ganz oben auf der Liste. Im Gegenzug locken sie mit viel Verantwortung, flachen Hierarchien, Weiterbildungsmöglichkeiten und einer attraktiven Vergütung. Und: In jeweils rund 6800 der untersuchten Stellenanzeigen wurde mit Kickerturnieren bzw. Beer Fridays um neue Mitarbeiter geworben. Dennoch hat sich gezeigt, dass vor allem in Deutschland viele Jobsucher bei Startup-Stellen vorsichtig sind.

Startups Work 4.0Recht & Datenschutz RSS Feed abonnieren