Drones / Unmanned Systems

Jeder dritte US-Farmer lässt Drohnen für sich fliegen

Drohnen sind in der US-Landwirtschaft inzwischen eine feste Größe. Die Einsätze reichen von der automatischen Früherkennung kranker Pflanzen bis zum Aufspüren von Wilderern.

25.04.2017
Parrot US-Farmer Drohnen
Jeder dritte Farmer in den USA lässt Drohnen für sich fliegen. (Foto: Parrot)

Das Magazin Farm Journal hat in einer noch laufenden Erhebung bislang 1.094 US-Landwirte befragt. Ein Drittel von ihnen verwendet demzufolge bereits Drohnen, und ein weiteres knappes Drittel will sich demnächst eine zuzulegen, während 37 % angeben, sich nicht für die Technik zu interessieren.

Experten sehen in der Landwirtschaft ein wichtiges Einsatzgebiet für Drohnen, etwa zur Früherkennung von kranken Beständen: Durch Infrarotaufnahmen ließen sich kranke Pflanzen deutlich früher ausmachen, weil sie die Strahlung anders reflektieren als gesunde; die Landwirte könnten dann rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Das Farm Journal zählt weitere handfeste Gründe auf, die für Drohnen sprechen: Scheunendach und Silo ließen sich ohne halsbrecherische Übungen inspizieren, per Wärmebildkamera könne man vermisste Rinder aufspüren und nicht zuletzt gäbe es die Möglichkeit, Wilderer zu stellen.

Neben diesen eher rustikalen Tätigkeiten gibt es für Drohnen in der Landwirtschaft auch sehr sensible Aufgaben. So entwickelte der Wissenschaftler Eijiro Miyako vom japanischen National Institute of Advanced Industrial Science and Technology mit seinem Team eine Drohne, die genau wie eine Biene Pflanzen bestäuben kann. Bei Weiterentwicklung zur Serienreife könnte sie, so die Forscher in einem Aufsatz für die Fachzeitschrift Chem, die weltweit bedrohten Bienenvölker unterstützen.

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