Unmanned Systems & Drones

Jede Minute zählt: Drohnen sollen Verletzte bei Katastrophen finden

Drohnen sollen künftig in Katastrophengebieten dabei helfen, Verletzte und Hilfsbedürftige schneller zu finden. Entsprechende Tests werden gerade von UPS und dem Roten Kreuz durchgeführt.

21.09.2017 Quelle: t3n Jörn Brien

Drohnen suchen nach Verletzten und Gebäudeschäden

Quelle: Nasa/Shutterstock.com
(Foto: Nasa/Shutterstock.com)

In der Karibik und dem Süden der USA sorgen aktuell die Hurrikans Harvey und Irma für Zerstörungen und Überschwemmungen. Künftig könnten Drohnen in den Katastrophengebieten dabei helfen, Verletzte und Hilfsbedürftige schneller aufzuspüren. Getestet werden soll das von Paketlieferant UPS, dem Roten Kreuz und dem Drohnenhersteller Cyphy Works entwickelte System in den kommenden Tagen in den US-Bundesstaaten Texas und Louisiana, wo zuvor der Wirbelsturm Harvey gewütet hatte.

Quelle: UPS Foundation
Drohnen sollen Verletzte und Schäden an Gebäuden nach Naturkatastrophen aufspüren. (Bild: UPS Foundation)

Dabei wird auf kabelgebundene Drohnen gesetzt, die mit einer hochauflösenden Kamera mit 30-fachem Zoom ausgerüstet sind. Die Drohnen werden über das Kabel mit durch einen Generator erzeugten Strom versorgt, sodass sie über Tage hinweg in der Luft bleiben können. Sie sollen in rund 120 Metern Höhe die Umgebung nach Personen, die Hilfe benötigen, absuchen. Außerdem gilt die Aufmerksamkeit aber auch möglichen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. So sollen die notwendigen Aufbauarbeiten schneller geplant und ausgeführt werden. Die Drohnen erlauben die Begutachtung der Schäden – so der Plan –, noch während etwa Überschwemmungsgebiete unter Wasser stehen.

Drohnen zur Aufklärung: Jede Minute zählt

"Angesichts der durch die Naturgewalten verursachten schlimmen Verletzungen und Zerstörungen zählt jede Minute", erklärt Eduardo Martinez, Präsident der hinter dem Projekt stehenden UPS Foundation. Es sei wichtig, dass öffentliche und private Organisationen zusammenarbeiteten, um neue und innovative Lösungen zu finden. Damit könnten auch die Aufbauarbeiten nach einer Naturkatastrophe unterstützt und vorangetrieben werden, meinte Martinez.

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