Communication & Networks

ISDN-TK-Anlage trifft All-IP

Warum die Angst vor der All-IP-Migration unberechtigt ist

08.03.2016
LANCOM_Router_weiß

Die Zukunft heißt All-IP. Weg von analogen Telefonanschlüssen und ISDN hin zu einem einzigen Netz für Sprache und Daten. Über kurz oder lang werden alle Anschlüsse der Deutschen Telekom auf IP-Telefonie umgestellt. Klassische Telefongespräche werden dann ausschließlich als Internet-Datenpakete übertragen. Bis Ende 2018 sollen so 20 Millionen Anschlüsse auf das Internetprotokoll migriert werden. 7,4 Millionen haben dies bereits hinter sich, darunter 500.000 Geschäftskunden-Anschlüsse. Bis Ende 2018 müssen noch zwei Millionen Geschäftskunden die Migration auf All-IP bewerkstelligen.

Aus der Umstellung ergeben sich teils bange Fragen: Womit muss ich mich bei der Migration auf IP-basierte Anschlüsse beschäftigen? Muss ich meine bislang genutzte ISDN-TK-Anlage gegen teures Geld austauschen? Wie lange bin ich während der Umstellung telefonisch nicht erreichbar? Funktioniert mein Fax noch, mein Kartenterminal?

Viele Unternehmer befürchten den Verlust ihrer Investitionen und sehen hohe Kosten auf sich zukommen. Jedoch besteht kein Grund zur Sorge: Es gibt einfache und günstige Möglichkeiten für eine Umrüstung von ISDN auf All-IP, mit denen Unternehmen ihre ISDN-Anlagen und analogen Geräte weiter betreiben, Kosten sparen und Investitionen schützen können. Dabei kommt dem Router eine entscheidende Rolle zu. Er wandelt sich vom reinen Internet-Zugangs- und VPN-Standortvernetzungsgerät zum vielseitigen ISDN-VoIP-Gateway.

LANCOM Systems All-IP Router

Möglichkeit 1: Router für All-IP upgraden

Einige Hersteller bieten ihren Kunden die Möglichkeit, ihre bestehenden Router über eine Zusatzoption für den Betrieb an den neuen Anschlüssen aufzurüsten. Nach dem Upgrade können ISDN-TK-Anlagen dann auch an ältere Router-Modelle angeschlossen und weiter betrieben werden. Ein solches Upgrade ist für unter 100 Euro zu haben. LANCOM Systems bietet es beispielsweise für seine 1781er Serie, die seit 2014 im Markt ist. Bei der Umstellung selbst müssen dann einige Kabel umgesteckt und der Router neu konfiguriert werden.

Möglichkeit 2: Router austauschen

Unternehmen mit Routern, die nicht aufgerüstet werden können, sollten sich rechtzeitig mit alternativen, All-IP-fähigen Modellen befassen, die entsprechende Schnittstellen für ISDN und analoge Geräte bereitstellen. Die Router werden zwischen die Telefonanlage und den All-IP-Anschluss geschaltet und ermöglichen – je nach Modell – nicht nur die Weiternutzung der bestehenden Telefoninfrastruktur, sondern auch von analogen Faxgeräten, Gefahrenmeldeanlagen und Kartenterminals. Hierfür bietet LANCOM mit seinen Business VoIP-Routern der 1783er und 1784er Serie und den auf der Messe erstmals vorgestellten Einstiegs-Routern 883 und 884 eine Vielzahl an Modellen. Preislich beginnen neue All-IP-fähige Router ab ca. 500 Euro, abhängig von der Anschlussart und den weiteren Ausstattungsmerkmalen (WLAN, LTE etc.).

Da die Umstellung der Telefonanschlüsse auf All-IP in der Regel an Werktagen erfolgt, sollten sich betroffene Unternehmen frühzeitig an einen Fachhändler wenden, der sie bei der Migration unterstützt. Sinnvoll ist in jedem Fall die Auswahl eines Routers, der gleichzeitig für den Betrieb an herkömmlichen und an All-IP-Anschlüssen konfiguriert werden kann. Am Tag der Anschluss-Umschaltung durch die Telekom erkennt der Router dann automatisch die neue Leitung und stellt den Betrieb ohne Zutun und Ausfallszeiten auf All-IP um.

Auch das Thema der Verfügbarkeit sollte beachtet werden. Bei einem All-IP-Anschluss steht auch die Telefonie nicht mehr zur Verfügung, wenn die DSL-Leitung oder der Strom ausfallen. Hierfür gibt es Hochverfügbarkeits-Router, die neben DSL auch LTE unterstützen und gegebenenfalls einfach auf die Mobilfunkverbindung ausweichen. Spezielle Battery Packs wiederum sichern die Verfügbarkeit der IP-Telefonie im Falle eines Stromausfalls. Das ist wichtig für Alarmsysteme, die über ISDN angebunden sind, wie zum Beispiel Notfallrufsysteme in Aufzügen.

Auf dem LANCOM Systems Stand in Halle 13, C28 können sich CeBIT-Besucher persönlich über die für sie geeignete Migrationslösung informieren.

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