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IoT-Sensoren treiben den Markt für Energy Harvesting

Kleinkomponenten, die Strom aus der Umgebung gewinnen, sollen unzählige Knopfzellen überflüssig machen. Thermoelektrische Generatoren wandeln Temperaturunterschiede in elektrische Energie um.

05.04.2017
Otego Collecting Energy Screenshot
(Quelle: OTEGO)

Otego , eine Ausgründung aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), hat ein neues Herstellungsverfahren für Thermogeneratoren (TEG) in der Größe von Zuckerwürfeln entwickelt: Ultradünne Folienbahnen werden wie Zeitungen in einem Rolle-zu-Rolle-Prozess mit elektrisch aktiven Materialien bedruckt und anschließend zu würfelförmigen Generatoren gefaltet. Das patentierte, vollautomatische Verfahren erlaubt es, Generatoren in hoher Stückzahl und mit nahezu beliebiger Geometrie herzustellen. Beim Elevator Pitch BW 2015/2016 hatte Otego damit bereits den 3. Platz im Gründerwettbewerb erreicht.

Anwendungsfälle für diese Art autarker Stromversorgung gibt es viele – und es werden laufend mehr. Denn das Internet der Dinge wird zu einem maßgeblichen Teil aus wartungsfreien Sensoren bestehen müssen, die sich selbst mit der nötigen Energie versorgen. Neue Studien erwarten daher für den weltweiten Energy-Harvesting-Markt bis 2027 einen Umsatz von mehreren hundert Millionen US-Dollar. Geht es nach den Analysten von Semico Research , wird die Anzahl von Energy Harvestern bis 2020 auf 777 Millionen Einheiten steigen. Damit sollen sie den Halbleiterherstellern bis 2020 einen Umsatz von 3 Milliarden US-Dollar bescheren.

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