Internet of Things

Internet der Dinge: Die Dienste hören mit

Das Internet der Dinge legt gerade richtig los und kommt langsam im Markt an. Nun weckt es auch Begehrlichkeiten von anderer Seite. Denn. Die Sicherheitsdienste hören mit.

22.02.2016 Jörn Brien

Internet der Dinge gerät ins Visier von FBI und Co.

Das Internet der Dinge (englisch: Internet of Things, IoT), also vernetzte Geräte wie Kühlschränke, smarte Thermostate oder Überwachungskameras im Haus, könnte schon bald zum virtuellen Einfallstor der Geheimdienste werden. Solche Gadgets wollen die US-Geheimdienste wie FBI, CIA oder NSA bald noch stärker in ihre Überwachungsaktivitäten einbeziehen, wie der Nationale Geheimdienstdirektor James R. Clapper in einem Bericht zur weltweiten Gefahreneinschätzung jüngste erklärt hat.

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(Foto: U.S. Coast Guard Senior Leadership / flickr.com, Lizenz: CC- CC-BY-SA )

In dem strategischen Ausblick heißt es zum Thema Internet of Things: "In Zukunft könnten die Geheimdienste IoT für die Identifizierung, Überwachung, Beobachtung, Ortung und gezielte Rekrutierung nutzen, oder auch, um Zugang zu Netzwerken oder Nutzerinformationen zu erhalten." Zugleich wird in dem Bericht aber auch vor den Gefahren durch mangelnde Sicherheitsvorkehrungen bei den smarten Geräten gewarnt. Schließlich ermöglichten sie auch Cyberkriminellen einen einfachen Zugang zu Netzwerken und Informationen.

Internet der Dinge ist nicht gut gesichert

Wie gefährlich etwa nicht oder nur schlecht gesicherte Überwachungskameras in den eigenen vier Wänden sein können, hat zuletzt der Wirbel um die IoT-Suchmaschine Shodan gezeigt, über die Bilder schlecht gesicherter Webcams zugänglich waren. Sicherheitsexperten kritisieren immer wieder, dass Hersteller ihre vernetzten Geräte möglichst günstig auf den Markt werfen und dabei nicht zuletzt an Sicherheitsfeatures sparen würden. Dadurch seien sowohl Schnüffeleien über die Webcams als auch die Übernahme der Kontrolle über vernetzte Geräte möglich.

Aktuell gehen Studien davon aus, dass in den kommenden vier Jahren zusätzlich zu Smartphones und Tablets bis zu 50 Milliarden Dinge mit dem Netz verbunden werden. Gleichzeitig wird immer wieder vor nicht ausreichender Sicherheit gewarnt. Beide Themen sind groß auf der CeBIT in Hannover: Im Bereich IoT-Solutions geht es in der Halle 13 um die neuesten Anwendungen. Und die Fragen der Sicherheit stehen in der Halle 6 im Security-bereich ganz oben auf der Tagesordnung

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