Security

Innenminister sucht willige Hacker

Mit der neuen Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich ( ZITiS) will die Bunderegierung die Cyberkriminalität eindämmen. Doch vorerst mangelt es an geeignetem Personal.

25.09.2017
Quelle: ZITiS - Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich
Innenminister sucht Hacker zur Eiindämmung von Cyberkriminalität. (Screenshot: ZITiS - Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich)

ZITiS sei "das Start-up unter den Behörden", heißt es im eigenen Internet-Auftritt, während die Boulevardmedien flugs den Spitznamen "Hackerbehörde" kreierten. Die Zentralstelle, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière im September in München eröffnete, soll die Entwicklung von technischen Werkzeugen im Kampf gegen Kriminalität für alle Sicherheitsbehörden vorantreiben. Arbeitsfelder sind Krypto- und Big Data-Analysen, digitale Forensik und Telekommunikationsüberwachung. ZITiS ist als reine Forschungs- und Entwicklungsbehörde konzipiert, die keine neuen Befugnisse und auch keine von anderen Behörden übertragen bekommt.

Es gehe erst einmal darum, den "weiteren Aufbau von ZITiS mit aller Kraft zu bewältigen", sagte Innenminister de Maizière. Nicht ohne Grund: Von den 120 Planstellen seien bisher lediglich 17 besetzt, berichtet der Bayerische Rundfunk . Offenbar trauen viele Hacker dem staatlichen Jobangebot nicht so recht. "Wir suchen Q, nicht 007", heißt es auf der Karriereseite der Behörde.

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