Digitale Transformation

In IT-Weiterbildung muss Deutschland nachsitzen

Die Digitalisierung läuft mit neuen Berufsbildern voraus – und die Qualifizierung hinkt hinterher. Das zeigt die aktuelle TNS-Infratest-Studie "Weiterbildungstrends in Deutschland 2017".

07.03.2017
IT-Weiterbildung Deutschland Studie Bitkom
In IT-Weiterbildung muss Deutschland viel nachholen. (Grafik: Bitkom)

Für die Analyse im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt wurden 300 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen befragt. Zwei Drittel von ihnen bestätigten, dass ihr Unternehmen stark bis äußerst stark von der Digitalisierung betroffen sei – und zwar auf allen Qualifikationsebenen. Unternehmen fokussieren ihre Fortbildungsmaßnahmen derzeit vor allem auf den Bereich Software (70 %), gefolgt von IT-Sicherheitsrichtlinien (59 %), dem sicheren Umgang mit Collaboration- und Kommunikationstools (58 %) sowie mit dem Internet (55 %). In allen abgefragten digitalen Skills liegt der aktuelle Schulungsumfang teilweise deutlich unter dem Stellenwert, den ihm die Personaler einräumen.

Unternehmen müssten erkennen, "dass Weiterbildung rund um das Thema digitale Kompetenz kein Nice-to-have ist, sondern ein absolutes Muss", mahnte Dr. Bernhard Rohleder , Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom, bereits im vergangenen Jahr. In der Studie "Neue Arbeit – wie die Digitalisierung unsere Jobs verändert" gingen die Experten auch der Frage nach, was Unternehmen daran hindert, die digitalen Kompetenzen ihrer Beschäftigten zu schulen. Die größten Hürden sind dem Bitkom zufolge der Preis, die Unsicherheit bei der Beurteilung der Qualität der Angebote und die Tatsache, dass sich der Markt für Weiterbildungsmaßnahmen den Firmen als intransparent und schwer zu überschauen darstellt.

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